Sunrise mit neuem Treue-Programm „Rewards“

Die Telecom-Anbieter sind im Moment wieder sehr aktiv. Täglich gibt es Neuankündigungen. Die aktuelle von Sunrise möchte ich wieder einmal aufnehmen.

Sunrise kündigt ein Treueprogramm an für alle, die mindestens ein Jahr bei Sunrise sind. Man muss sich dafür nicht speziell anmelden, aber ohne eigenes Zutun geht es auch nicht. Man muss sich auf Mein Konto einloggen und dann den Button „Zum Treueprogramm Sunrise Rewards“ wählen. Dann sieht man automatisch, welche Möglichkeiten einem zur Verfügung stehen. Im Moment stehen die Optionen Sunrise Now Roaming und Inernational gratis zur Verfügung. Daneben gibt es die Country-Flat-Optionen vergünstigt (9 statt 15 Franken). Maximal sind monatlich 10 Franken Ersparnis drin. Nun gilt es, die gewünschte Option zu aktivieren und rund 24 Stunden später ist sie dann aktiv.

Positiv:  Der Treuevorteil läuft, solange das Abo läuft. Er kann auf Wunsch gewechselt werden. Persönlich finde ich vor allem die Roaming-Option sinnvoll. Jeden Monat dafür bezahlen möchte ich nicht, da man sie ja nur ein paar Mal pro Jahr braucht. Doch wenn man mal im Ausland ist, ist es durchaus von Vorteil, wenn man die Option hat. Mit Treuevorteil ist dies nun kostenlos der Fall.

Die Teilnahmebdedingungen gibt es hier.

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Daten-Roaming-Preise sinken

Im Februar senkte Sunrise sie Roamingpreise, wenig später präsentierte auch Orange neue Optionen. Und nun geht’s per 1. April auch bei der Swisscom nochmals runter. Erfreulich: Das Surfen in den Ferien in Europa wird einigermassen erschwinglich. Noch nicht billig, aber im Vergleich zu früher wenigstens nicht mehr ruinös.

Ich habe ein paar Rechenbeispiele gemacht. Der Wenignutzer bezieht 100 oder 200 MB. Der Vielnutzer 1 GB. Und so viel zahlt er pro Anbieter für die Länder Europas:

Swisscom 100 MB= 18 Fr.,  200 MB= 24 Fr.,  1GB=79 Fr.

Orange 100 MB= 20 Fr. (keine separate 100 MB Option),  200 MB= 20 Fr.,  1GB=100 Fr.

Sunrise 100 MB=14.90 Fr., 200 MB=29.80 Fr., 1 GB=98 Fr.

Macht man die gleiche Rechnung zum Beispiel für die USA, sieht es aber schon wieder ganz anders aus. Vor allem Sunrise hat für diese Länder noch keine akzeptablen Preise

Swisscom 100 MB=24 Fr.,  200 MB= 33 Fr.,  1GB=99 Fr.

Orange 100 MB= 100 Fr. (keine separate 100 MB Option),  200 MB= 100 Fr.,  1GB=500 Fr.

Sunrise 100 MB=398 Fr., 200 MB=796 Fr., 1 GB=3980 Fr.

Sunrise sagt dazu, man habe als erstes den Fokus auf Partner in Europa gerichtet. Man arbeite aber daran, die Tarife auch in anderen Regionen erschwinglich zu machen.

Nachtrag: Bei den Berechnungen wurde 1000 MB= 1GB angenommen, im Wissen darum, dass dies nicht genau stimmt. Die Anbieter, zumindest Orange, handhaben das aber so.

Sunrise lanciert bereits wieder neues Mobile-Angebot namens „Freedom“

Kein Jahr nachdem Sunrise die NOW-Abos als Neuheit präsentierte, will das Unternehmen bereits wieder ein neue Abo-Palette für namens Freedom für „mehr Flexibilität und Kostentransparenz“ lancieren. Dies gab Sunrise im Rahmen des Innovation Day bekannt.

Timm Degenhardt von Sunrise analysierte zuerst die Konkurrenz:

-Swisscom biete zwar unbeschränktes Datenvolumen, aber nur für die Wenigsten hohen Speed.

-Orange biete hohen Speed, aber auch versteckte Kostenfallen, indem nach Verbrauch des Datenvolumens Kosten anfallen.

Und Sunrise soll nun sowohl unbeschränktes Datenvolumen als auch unbeschränkte Geschwindigkeit bieten. Das tönt sehr gut, doch ganz ohne Einschränkungen geht’s natürlich nicht. Jedes Abo soll von der höchst möglichen Geschwindikgeit profitieren, aber es steht nur ein bestimmtes Datenguthaben zum vollen Speed zur Verfügung. Im genannten Beispiel könnte man 500 MB Datenvolumen zum vollen Speed verbrauchen, danach würde auf sehr langsame 64 oder 256 kbit/s gedrosselt (genau wusste man das noch nicht). Wer weiter zu vollem Speed surfen möchte, löst  per SMS zum Tagespreis wieder volle Geschwindigkeit.

Leider konnte oder wollte Sunrise noch keinerlei Angaben zu den Preisen  machen. Denn ob das Angebot attraktiv ist, hängt natürlich vor allem vom Preis ab. Details soll es erst im 2. Quartal 2014 geben, wenn das Abo denn tatsächlich erhältlich sein soll.

Was ebenfalls angekündigt wurde: Bei Sunrise Freedom werden Abogebühren und Gerätekosten getrennt. Entsprechend gibt es keine langen Vertragslaufzeiten mehr. Man kann jederzeit das Abo wechseln.

Sunrise: Flatrates für Prepaid-Kunden

Sunrise bietet nach eigener Aussage als erste Schweizer Mobilfunkanbieterin eine Flatrate für Prepaid-Kunden an. Das tönt interessant. Also habe ich die Angebote mal unter die Lupe genommen:

Sunrise flat start: 19 Franken, enthält unlimitierte Anrufe ins Schweizer Festnetz und Mobilnetz und unbeschränkte SMS.

Sunrise flat classic: 34 Franken, enthält zusätzlich 500 MB Daten mit schnellstmöglichem Speed.

Sunrise Flat relax: 64 Franken, enthält zusätzlich 1 GB Daten mit schnellst möglichem Speed und Anrufe in alle Netze.

Alle Optionen sind einen Monat gültig und werden automatisch erneuert, wenn genügend Guthaben vorhanden ist.

Vergleichen wir diese Tarife mit den Abo-Tarifen:

Now start kostet ebenfalls 19 Franken (ohne Handy), inbegriffen sind 50 Gesprächsminuten, SMS unlimitiert und 250 MB Daten. Hier findet ein Wenignutzer also bereits alles, während beim Prepaid-Tarif kein Datenvolumen dabei ist. Dafür aber kostenlose Anrufe ins eigene Mobilnetz und ins Festnetz.

Beim Now classic-Abo für 55 Franken sind wie bei flat classic 500 MB Datenenthalten, jedoch Anrufe in alle Netze.

Und Now relax für 75 Franken enthält mehr Datenvolumen.

Sunrise hat also dafür gesorgt, dass die Angebote nicht 1:1 vergleichbar sind. Für Leute, die viel telefonieren und SMS schreiben, aber kein Internet nutzen, ist die flat start für 19 Franken sicher attraktiv. Ansonsten ist mir nicht ganz klar, weshalb Sunrise diese Flats lanciert hat. Will man damit Leute gewinnen, die aufgrund schlechter Bonität kein Abo abschliessen dürften? Der Vorteil eines Prepaid-Abos ist ja aus meiner Sicht gerade, dass man nichts zahlt, wenn man sein Gerät nicht braucht. Das ist bei einer Falt nicht so. Der einzige Vorteil gegenüber einem Abo ist, dass man jederzeit aussteigen kann. Ich bin daher gespannt, wie die Kunden diese Prepaid-Flats aufnehmen.

Internetnutzung entscheidend für den Abopreis

Nach Sunrise hat nun auch Orange die Abopalette überarbeitet. Was Orange hervorhebt: Anders als bei Swisscom profitieren alle Kunden unabhängig vom Abo von LTE, also schnellster Internetgeschwindigkeit. Allerdings nicht unlimitiert, wie dies Sunrise anpreist. Bei Orange zahlt man noch immer nach Datenvolumen.

Was bei fast allen Anbietern gleich ist: Für SMS zahlt man meist nicht mehr extra. Die Unterschiede werden beim Surfen gemacht. Ich möchte für Euch eine Übersicht zusammenstellen, die zeigt,  wo bei welchen Abos (ohne Prepaid-Angebote) die Grenzen liegen  bezüglich Geschwindigkeit und Datenvolumen .

Swisscom:

  • Infinity XS: Geschwindigkeit bis 0,2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 59.-/ Monat
  • Infinity S: Geschwindigkeit bis 1Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 75.- /Monat
  • Infinity M: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 99.-/ Monat
  • Infinity L: Geschwindigkeit bis 21 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 129.-/Monat
  • Infinity XL: Geschwindigkeit bis 150 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 169.-/Monat
  • Natel liberty primo: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde *  250 MB * 29.- /Monat
  • Natel liberty medio: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde * 500 MB* 45.-/Monat

Sunrise:

  • Sunrise Now Start: Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 250 MB * 29.-/Monat
  • Sunrise Now Classic: Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 500 MB * 69.-/Monat
  • Sunrise Now Relax: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt, Drosselung ab 1 GB pro Tag * 89.-/ Monat
  • Sunrise Now Max: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt, Drosselung ab 1 GB pro Tag* 129.- /Monat
  • Sunrise Flex/Flat: Geschwindigkeiten bis zu 21 Mbit/Sekunde * Datenvolumen je nach Abo
  • Sunrise24: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 300 MB pro Tag, danach Drosselung der Geschwindigkeit * 49.-/Monat
  • Alle älteren Sunrise-Abo: Geschwindigkeit gedrosselt, ohne genaue Angabe, ca 7.2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen je nach Abo

Orange

Orange hat ein Baukastensystem. Der Kunde wählt, wie viel Inklusivminuten oder Datenvolumen er braucht. Hier ein paar Preisbeispiele

  • Orange Me Unlimited SMS und Surf 1: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 1 GB, danach 10 Rappen / MB * 30.-/ Monat
  • Orange Me Swiss 60 und Surf 3: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 3 GB, danach 10 Rappen/MB * 65.-/Monat
  • Orange Me Unlimited Swiss und Surf 10: Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 10 GB, danach 10 Rappen/MB* /120.-/Monat

Fazit: Jeder Anbieter macht’s ein bisschen anders: Bei Swisscom wird die Geschwindigkeit je nach Abo beschränkt, bei Sunrise das Datenvolumen oder es wird gedrosselt und bei Orange muss zusätzliches Datenvolumen bezahlt werden.

Sunrise mit neuem Mobil-Portfolio NOW

Erneut verändert Sunrise die Abogestaltung. Ab 26. Mai ist Sunrise NOW erhältlich. Das Prinzip: SMS sind bei allen Abos unlimitiert, Anrufe ab der Variante classic und Daten ab der Variante relax. Der Unterschied zu den Infinity-Abos der Swisscom: Die Surfgeschwindigkeit wird auch bei günstigen Abos nicht reduziert – dafür ist der Datenverbrauch beschränkt. (siehe Grafik)

now

Sunrise setzt also auf High Speed. Wenn ab Juni 2013 LTE kommt, sollen alle Kunden von der vollen Geschwindigkeit profitieren können. Lobenswert. Nützt aber erst jenen Kunden etwas, die ein Abo für mindestens 89 Franken wählen. Mit den Datenpaketen 250 MB und 500 MB kommt man mit LTE nicht weit. Bei den anderen Abos ist die Nutzung mit der Datenflatrate auf 5 GB pro Monat bzw 1 GB pro Tag beschränkt. Für all jene, die bis 31.12.13  ein neues Abo abschliessen, gibt es jedoch ein Zürckerchen. Die Geschwindigkeitsbeschränkung pro Monat (nicht aber pro Tag!) entfällt bei den Angeboten relax und max.  Die Aktion gilt diesmal sowohl für Neukunden als auch für bestehende Sunrise-Kunden, die auf Sunrise NOW wechseln. Ein Wechsel ist möglich (aber nicht zwingend), wenn die Grundgebühr des neuen NOW-Abos höher ist als die des bisherigen. Ein Downgrade ist dagegen nicht vorgesehen.

Die Abos sind etwas günstiger ohne subventioniertes Smartphone. Darüber hinaus betet Sunrise Optionen wie Enternainement (Music Flatrate oder Fernsehen unterwegs), Roaming, Handyversicherung oder Multicard.

Nun zum direkten Vergleich mit der Konkurrentin Swisscom. Das günstigste Swisscom Infinity-Abo XS gibt es für 59 Franken. Alles ist inklusive, die Geschwindigkeit aber auf läppische  0,2 Mbit/Sekunde gedrosselt. Das vergleichbare classic von Sunrise für 69 Franken hat wohl keine Geschwindigkeitsbeschränkung, aber es sind nur 500 MB Daten inklusive und jedes weitere MB kostet 10 Rappen. Der Nutzer muss entscheiden, welche Einschränkung er eher hinnehmen will.

Infinity M der Swisscom (99 Franken) lässt Geschwindigkeiten bis 7.2 Mbit/Sekunde zu. Bei Relax von Sunrise für 89 Franken ist auch alles inklusive, aber ohne Drosselung. Hier kann Sunrise tatsächlich punkten, vor allem wenn man als Neukunde das Einführungsangebot bucht, das „ein Leben Lang unlimitiert surfen mit 4G LTE“ verspricht. Der Durchschnittsnutzer surft zwar bei Sunrise nur wenig günstiger, aber zumindest theoretisch schneller.

Auch beim teuersten Abo ist Sunrise günstiger. Das Infinity XL ohne Geschwindigkeitseinschränkung kostet 169 Franken. Inklusive sind zudem alle Auslandanrufe sowie 200 Minuten/200 SMS und 200 MB im Ausland. (Roaming). Das vergleichbare Sunrise Abo max kostet 129 Franken. Anrufe ins Ausland sind ebenfalls dabei, dazu kommen 100 Minuten/100 SMS und 100 MB im Ausland – also etwas weniger. Es wird jedoch noch eine Weile dauern, bis die Sunrise ein ebenso weites LTE-Netz hat wie die Swisscom und High Speed tatsächlich auf breiter Front erhätlich ist.

Fazit: Preislich sind die Angebote von Sunrise vor allem für Vielnutzer konkurrenzfähig. Ich begrüsse den Ansatz, dass auch die Nutzer der mittelteuren Abos vollen Speed erhalten. Doch wie bei Sunrise üblich, gibt es einige Einschränkungen. So sind etwa die Anrufe in Fremdnetze auf 3000 Minuten limitiert. Es gilt, das Kleingedruckte genau zu lesen, bevor man sich allenfalls für einen Wechsel entscheidet.

Sunrise und Orange: Aktionen nur für Neu- und Fremdkunden

Sunrise wirbt derzeit intensiv um neue Kundinnen und Kunden. Die Angebote sind preislich sehr attraktive . Beispielsweise gerade aktuell Sunrise flat 1 sim only. Für 15 Franken gibt es eine Flat ins Sunrisenetz sowie unbeschränkte SMS und eine Datenflat.  Doch bestehende Sunrise-Kunden können von den Angeboten nicht profitieren. Selbst wenn ein Vertrag ausläuft und gekündigt wurde, gibt es das Angebot nicht: „Nur für Neukunden oder Kunden von Swisscom oder Orange“, heisst es bei der Hotline. Eine bestehende Sunrise-Nummer zu portieren sei nicht möglich.

Gleiches tat Sunrise schon bei der Vorstellung der Abos Sunrise24. Nachvollziehbar finde ich das nicht. Gerade die Bestandeskunden hatten ja bei Sunrise in letzter Zeit nicht allzu viel zu lachen (siehe hier). Und das Prozedere, zuerst zu einem anderen Anbieter zu wechseln (zum Beispiel Migros Budget Prepaid) und wieder zurück, nur um die Nummer zu behalten, finde ich doch ziemlich mühsam – mal abgesehen davon, dass dann doch immer auch Kosten anfallen.

Ergänzung: Gerade sehe ich: Orange hat ein fast identisches Angebot: OrangeMe SIM-only für 15 Franken, 30 Gesprächsminuten, unlimitierte SMS und 1 GB Datenvolumen. Und auch hier nur für Neukunden. Die Kritik gilt also nicht nur Sunrise. Immerhin: Da es das Angebot jetzt bei beiden fast identisch gibt, hat jeder die Chance ein Abo für 15 Franken abzuschliessen und seine Nummer zu behalten ;-).

Und noch was: Auf der Facebook-Seite von Sunrise beschwert sich ein Kunde, dass auch die Aktion „Wir schenken Dir ein Samsung Tablet bei Bestellung des Internet Everywhere Comfort-Angebots“ nicht für jene Kunden gilt, die bereits bei Sunrise sind. Ebenso wenig wie die 10 Franken Einführungsrabatt. Dies erfährt, wer das Kleingedruckte liest. Wen erstaunts, dass die Kunden dann zu einem anderen Anbieter wechseln.