Prepaid-Angebote: Grosse Unterschiede bei der Surfgeschwindigkeit

Wer sein Handy wenig nutzt, fährt mit Prepaid in den meisten Fällen günstiger. Trotzdem entscheiden sich viele Nutzer für ein Abo. Grund: Lange Zeit waren die Möglichkeiten eingeschränkt, mobiles Internet bei Prepaid-Angeboten zu nutzen. Oft wurde die Surfgeschwindigkeit massiv gedrosselt. Inzwischen hat bei vielen Anbietern ein Umdenken eingesetzt. Ortel Mobile, eine Tochter von Sunrise, teilte kürzlich mit: „Wir schaffen die vor allem im Prepaid-Bereich übliche Drosselung der Surfgeschwindigkeit ab.“ Das bedeutet, dass die Nutzer die höchst verfügbare Geschwindigkeit erhalten, ja nach Netz bis maximal 100 oder 150 Mbit pro Sekunde.
Ortel ist jedoch nicht die einzige Anbieterin die Prepaid-Kunden volle Geschwindigkeit bietet: Dies gilt auch für Orange Me Prepay und Coop Mobile.

Ich habe versucht herauszufinden, wo bei den anderen Anbietern die Höchstgrenze liegt. Dabei behilflich war mir unter anderem www.dschungelkompass.ch.

Bei den anderen Anbietern wird wie folgt gedrosselt:
ok.- Mobile: 42 Mbit/s (Orange-Netz)
Triotel: 42 Mbit/s (Orange-Netz)
Lebara: 21 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Aldi Mobile: 21 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Yallo: 7.2 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Talktalk: 7.2 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Swisscom Natel Easy: 7.2 Mbit/s (einzelne Datenpakete bis 21 Mbit/s)
MBudget Mobile: 7.2 Mbit/s (Swisscom)
Sunrise Free: 256 Kb/s, mit Option „Surf“ maximale Geschwindigkeit

Sunrise sagte übrigens auf Anfrage noch, man plane gelegentlich auch für Yallo und Lebara die Beschränkung aufzuheben.

Nicht vergessen: Die Höchstgeschwindigkeiten werden in der Praxis kaum je erreicht, sei es weil das Gerät mit den Geschwindigkeiten nicht zurecht kommt, die Abdeckung nicht vorhanden ist oder weil zu viele Leute das Netz gleichzeitig nutzen. Doch es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich auf 256 kb/s gedrosselt werde oder ob ich wenigstens die schnellst verfügbare Geschwindigkeit erhalte.

 

Sunrise lanciert bereits wieder neues Mobile-Angebot namens „Freedom“

Kein Jahr nachdem Sunrise die NOW-Abos als Neuheit präsentierte, will das Unternehmen bereits wieder ein neue Abo-Palette für namens Freedom für „mehr Flexibilität und Kostentransparenz“ lancieren. Dies gab Sunrise im Rahmen des Innovation Day bekannt.

Timm Degenhardt von Sunrise analysierte zuerst die Konkurrenz:

-Swisscom biete zwar unbeschränktes Datenvolumen, aber nur für die Wenigsten hohen Speed.

-Orange biete hohen Speed, aber auch versteckte Kostenfallen, indem nach Verbrauch des Datenvolumens Kosten anfallen.

Und Sunrise soll nun sowohl unbeschränktes Datenvolumen als auch unbeschränkte Geschwindigkeit bieten. Das tönt sehr gut, doch ganz ohne Einschränkungen geht’s natürlich nicht. Jedes Abo soll von der höchst möglichen Geschwindikgeit profitieren, aber es steht nur ein bestimmtes Datenguthaben zum vollen Speed zur Verfügung. Im genannten Beispiel könnte man 500 MB Datenvolumen zum vollen Speed verbrauchen, danach würde auf sehr langsame 64 oder 256 kbit/s gedrosselt (genau wusste man das noch nicht). Wer weiter zu vollem Speed surfen möchte, löst  per SMS zum Tagespreis wieder volle Geschwindigkeit.

Leider konnte oder wollte Sunrise noch keinerlei Angaben zu den Preisen  machen. Denn ob das Angebot attraktiv ist, hängt natürlich vor allem vom Preis ab. Details soll es erst im 2. Quartal 2014 geben, wenn das Abo denn tatsächlich erhältlich sein soll.

Was ebenfalls angekündigt wurde: Bei Sunrise Freedom werden Abogebühren und Gerätekosten getrennt. Entsprechend gibt es keine langen Vertragslaufzeiten mehr. Man kann jederzeit das Abo wechseln.

Sunrise wieder mit neuer Abo-Palette: SMS nun inklusive

Es scheint fast, als ob sich Sunrise meine (und auch die anderer) Kritik zu Herzen genommen hat. Ab 27. Mai gibt es neue Abos, die endlich auch  SMS und MMS enthalten. 15 Rappen wie bisher sind einfach viel zu teuer, vor allem wenn man weiss, dass Dienste wie WahtsApp kostenlose Nachrichten ermöglichen.

Das günstigste Flat-Abo, Sunflatat 1, ermöglicht weiterhin unlimitierte Anrufe in das Sunrise Mobilfunknetz, ein Datenvolumen in Höhe von 500MB  und neu beliebig viele SMS und MMS.

Wermutstropfen: Bisher kostete Sunflat1 mit Handy 40 Franken, neu sind es 45 Franken. Dafür ist Sunflat1 künftig auch ohne Handy erhältlich, für 30 Franken pro Monat.

Eine weitere Neuerungen: Es gibt drei Flatrate-Abos für die Schweiz und zwei für die Schweiz und das Ausland.  Sunflat2 und 4 sind ohne Handy gleich teuer wie bisher, mit Handy 5 bzw. 10 Franken teuer als bisher. Neu enthalten ist die SMS-Flat und bei Sunflat4 auch eine Internet-Flat (1GB). Sunflat3 gibt es nicht mehr. Auch Sunflat5 wurde gestrichen.

Sunflat 6 wurde ohne Abo gar 10 Franken günstiger. Neu geschaffen wird ab 21.6. Sunflat 7 mit Anrufen in alle Schweizer Netze, in 15 Länder bis 200 Minuten, einer Internet-Flat (1GB) und neu einer Roaming-Flat (100 MB). Allerdings ist dieses Abo mit 200 Franken monatlich sehr teuer.

Ebenfalls im Kern erhalten bleiben die Sunrise flex-Angebote. Neu ist hier ebenfalls, dass neben Daten und Inklusivminuten SMS enthalten sind (40 bei 40 Flex, 100 bei 100Flex, 250 bei 250 Flex). Auch hier wurden die Angebote mit Handy teils leicht teurer, ohne Handy dafür teils etwas günstiger.

Für all jene die häufig im Ausland sind zudem eine gute Nachricht: Das Datenroaming wird günstiger und kostet künftig in Europa noch 1 Franken pro MB. Heute sind es ohne Option 15 Franken.

Fazit: Sunrise hat endlich realisiert, dass zu einer Flat auch SMS gehören. Durch die Erhöhungen der Grundgebühren, wird es für die Kunden zwar nicht unbedingt günstiger, doch das Angebot ist etwas transparenter. Das ist zu begrüssen. Auch die deutliche Senkung der Datenroaming-Kosten ist für Kunden positiv. Dafür ist die so genannte Surfflat nicht viel wert, da bereits ab 1 GB die Bandbreite reduziert wird. Wer ausschliesslich mobiles Internet nutzt, kommt bei Sunrise nicht weit. Er muss wohl oder übel   die Option data flat4 buchen und so nochmals 4 GB dazugewinnen. Das verteuert das Abo um 30 Franken monatlich. Die Option kommt erst zum Tragen, wenn das Guthaben des Abos aufgebraucht ist.

Die neuen Abos gibt es für Neukunden oder bei einer Vertragsverlängerung. Die bisherigen Abos (auch Zero) sind weiterhin erhältlich und bleiben für viele Nutzer auch weiterhin günstiger.

Was haltet Ihr von den neuen Abos?

Übrigens, da ich noch keinen Link zu den neuen Tarifen gefunden habe, habe ich die Preisübersicht als Bild eingefügt, sobald ein Link verfügbar ist, liefere ich ihn nach.

Attraktive Jugendabos

Jugendliche sind bei den Telco-Anbieter als Kunden heiss umworben. Die Angebote für unter 26-Jährige sind attraktiv. Gerade hat die Swisscom ihre Abos für Jugendliche angepasst. So gibt es für 15 Franken für Einsteiger unter dem Namen Natel xtra S neu 100 MB Datenvolumen und 600 Gratis-SMS. Bislang kostete das Ansteiger-Angebot 19 Franken, Datenvolumen war keines inklusive.

Natel xtra M bietet für 35 Franken gar 1 GB Datenvolumen und 1500 Gratis-SMS, Natel xtra L für 45 Franken 1,5 GB sowie 2000 Gratis SMS. Wermutstropfen sind die Stundentarife. Kurze Anrufe sind unnötig teuer. Selbst ein einminütiger Anruf kostet je nach Abo zwischen 70 und 90 Rappen pro Minute. Bei Natel xtra L sind Anrufe ind Swisscom Mobil- und Festnetz inklusive. Das Telefonieren ist mit Natel xtra M und xtra S etwas teurer geworden als mit den Vorgänger-Abos, weil keine bzw. weniger Gratisminuten inklusive sind.

Zum Vergleich: Die Sunrise Mobilabos für junge Leute unter 26 Jahren heissen MTV Mobile. Das Einsteigerangebot now bietet klar weniger: Für 15 Franken gibt es 100 Gratis-SMS, eine Gesprächsminute kostet 45 Rappen in jedes Netz, Datenvolumen ist nicht enthalten. Attraktiver ist das Angebot next: Für 29 Franken sind alle SMS gratis, surfen ist unbeschränkt inklusive (allerdings wird ab 500 MB die Geschwindigkeit reduziert) und Anrufe ins Sunrise-Mobil-Netz sind gratis.

Auch Orange führt Young-Abos für alle unter 27 Jahren. Für 10 Franken gibt es kostenlose Anrufe ins Orangenetz und das Schweizer Festnetz sowie unbeschränkt Gratis-SMS. Für 25 Franken ist zusätzlich 1 GB Datenvolumen enthalten. Ein sehr gutes Angebot – preislich wohl das beste für junge Leute.

Da wird man als ältere Nutzerin doch gleich ein wenig neidisch. Eine Kollegin hat mich jedoch darauf hingewiesen, dass Eltern die Abos für ihre Kinder lösen können – ein Mindestalter ist nicht ersichtlich. Der Elternteil ist dann Eigner des Abos, das Kind Nutzer. Die Kollegin nutzt das Abo (Sunrise) jedoch selbst. Ob das Kind oder der Eigner das Abo verwendet, können die Anbieter schwerlich überprüfen. Die Swisscom schreibt als einzige Anbieterin in den Bedingungen: „Der Kunde darf diese Abos nicht Dritten zur Benutzung überlassen.“

Übrigens: Werden die Jugendliche Erwachsen, also älter als 26 bzw 27 Jahre, wandeln die Anbieter die Abos automatisch in  ordentliche Abos zu den üblichen Kondition um.

Sunrise versucht Kunden von den alten Zero-Abos wegzubringen

Sunrise teilt heute mit, man sei im 3. Quartal auf Wachstumskurs. Und die Begründung: „Die positive Entwicklung ist hauptsächlich den attraktiven Smartphone-Angeboten sowie den
neuen Tarifplänen Sunrise sunflat und Sunrise flex zuzuschreiben.“ Nun, für Sunrise mögen diese Preispläne ja gut sein, weil sie Mehrverdienst bringen. Für die Kunden aber waren die bisherigen Abos Zero25 und Zero50, allenfalls in Kombination mit der Surf-Option für 7.50 Franken für mobiles Internet, unschlagbar günstig. Auch ein Vergleich von Comparis zeigt: Bis die Abos gestrichen wurden, waren sie für Wenignutzer (zero25) und Durchschnittsnutzer (Zero50) am günstigsten!

Jetzt aber versucht Sunrise alles, um bisherige Zero-Abonnenten von den alten Abos wegzubringen. Ich habe von mehreren Leuten erfahren, die von Sunrise angerufen wurden, und denen man teils auch gesagt hat, das Abo gebe es nicht mehr, sie müssten wechseln. Tatsache ist aber: Bisherige Kunden können alle älteren Abos laut Auskunft von Sunrise (zumindest vorläufig) weiterführen. Nur: wenn der Kunde mal weg ist, gibt es kein Zurück mehr. Deshalb: Falls Ihr per Anruf zu einem Wechsel aufgefordert werdet, sagt klar Nein. Ihr könnt auch festhalten, ihr würdet ansonsten wegen der einseitigen Vertragsänderung zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Dann könnt Ihr sicher auf den alten Zero-Preisplänen bleiben.

Sunrise verteuert SMS erneut – Zero-Abos fallen weg

Sunrise präsentiert neue Preispläne. Was dabei sofort auffällt: nachdem erst vor kurzem der Preis für eine Kurzmitteilung auf 12 Rappen angehoben wurde, fallen jetzt bei allen Abos 15 Rappen an. Eine erneute Verteuerung. Zudem fällt auf, dass die sehr vorteilhaften Zero-Abos mit Inklusivguthaben nicht mehr erhältlich sind für Neukunden. Stattdessen gibt es zu den Sunflat-Angeboten neu Abos namens Flex, hier ist nicht ein Betrag inklusive, sondern eine gewisse Anzahl Minuten oder Daten. Es gibt die Varianten S, M und L. Für 25 Franken monatlich gibt es bei Flex S 40 Gratisminuten in alle Netze und 150 MB, Flex M für 50 Minuten erlaubt 100 Gratisminuten und 300 MB. Damit sind die neuen Abos klar teurer. Bislang zahlte man mit Zero 25 für rund 70 Minuten noch gar nichts, bei Zero 50 waren bis 200 Gratisminuten drin. Für 7.50 Franken gab es die Surf-Option mit 250 MB dazu.

Ebenfalls nicht mehr im Angebot sind die Flat-Abos ohne Datenvolumen. Bisherige Kunden können jedoch ihre alten Flat- oder Zero-Abos beibehalten. Dies gilt auch für die Surf-Optionen, die ebenfalls umgestaltet wurden.

Ich habe eigentlich nur darauf gewartet, dass Sunrise die Zero-Abos, die in den Preisvergleichen stets am besten abgeschnitten haben, verschwinden lässt. Schade, aber man kann ja schon seit einiger Zeit beobachten, dass die Mobilfunktarife eher wieder steigen als sinken.

Neues bei Sunrise und Orange

Sunrise lanciert eine neue Flatrate namens „sunrise sunflat 5„.  Das Angebot ersetzt Sunrise Flat Relax – neu ist dabei, dass auch Anrufe ins Ausland inbegriffen sind. Entsprechend ist „sunrise sunflat 5“ etwas teurer. Bisher gab es Anrufe ins Fest- und Mobilnetz in Kombination mit mobilem Surfen (bis 2 GB) für 114 Franken. So weit so gut – was ich aber ärgerlich finde, ist das bei diesem Angebot SMS 15 Rappen kosten statt wie üblich bei Sunrise 12 Rappen. Schon 12 Rappen sind viel – das Vielnutzer nun bei einer Flatrate gar 15 Rappen zahlen sollen, finde ich unverständlich. Und die SMS Option ist mit 19 Franken doch recht teuer.  Sunrise sagt dazu, man habe den Schwerpunkt auf unlimitierte Telefonie gesetzt.  Die bisherigen flat surf-Abos von Sunrise bleiben unverändert, auch bezüglich der SMS-Preise.

Darüber hinaus hat Sunrise zwei neue Option fürs Auslandtelfonieren ins Leben gerufen, Sunrise International und Sunrise Roaming. Mir scheint es allerdings, dass diese Angebote mit der Option Sunrise Global bereits bestanden. Und auf Nachfrage bestätigt Sunrise : Die Preise für Voice und Daten beim neuen  Angebot sind  identisch mit Global.  Global ermöglichte für 9 Franken vergünstigte Anrufe ins Ausland und im Ausland. Der einzige Unterschied: Nun muss man beides einzeln buchen, zu je 5 Franken monatlich. Das Surfen bleibt damit noch immer viel zu teuer, da fährt man mit einer ausländischen Prepaid-SIM-Karte oder WLAN natürlich viel besser.

Nun zu Orange: Anfang Jahr habe ich in diesem Blog unter dem Titel Meine Wünsche an die Telekom-Anbieter geschrieben: „Die Idee von Orange Me ist gut, ein Abo, genau für meine Bedürfnisse. Aber die Auswahlmöglichkeiten überzeugen mich nicht. Weshalb kann man ein Abo ohne SMS und Datenvolumen haben, aber nicht ohne Sprechzeit? Als Smartphone-Nutzerin telefoniere ich wenig, also will ich fürs Sprechen auch nicht 20 Franken zahlen. Mein Wunsch: Es sollte auch ein Abo ohne Sprech-Grundgebühr geben – von mir aus mit entsprechend etwas höherem Minutentarif.“

Diesem Wunsch ist Orange erfreulicherweise teils nachgekommen. Neu gibt es bei OrangeMe die Möglichkeit, ein Abo ohne Inklusive-Sprechzeit zu lösen. Die Grundgebühr beträgt 10 Franken, die Gesprächsminute kostet 40 Rappen. Für Leute, die kaum telefonieren, aber das Handy oft zum Surfen nutzen, ist OrangeMe dadurch attraktiver geworden. 

Roaming-Gebühren sparen dank ausländischer SIM-Karte

Egal ob mit oder ohne Option für das Ausland: Das Handy in den Ferien zu brauchen, wird teuer. Der Grund sind die noch immer überrissenen Roaming-Gebühren, welche die Schweizer Anbieter verlangen. Umgehen kann man dies jedoch, wenn man sich eine Prepaid-SIM-Karte eines ausländischen Anbieters kauft. Meist sind die Anrufe, vor allem aber das mobile Surfen massiv günstiger. Ich habe einige Angebote beliebter Ferienländer zusammengestellt, die Anrufe und mobiles Surfen ermöglichen. Es gibt auch Angebote nur für mobiles Surfen, die noch günstiger sind. Infos dazu gibt es beispielsweise auf dem Wiki „Pay as you go sim with data„.

Meist ist der Erwerb der SIM-Karten relativ einfach, es kann jedoch ein paar Tage dauern, bis die Karte aktiviert wird. Deshalb kann es sich lohnen, die SIM-Karten im voraus z.B. auf Ebay zu ersteigern. Bei andern Anbietern, so in Deutschland oder Österreich, kann man gleich loslegen.

Was man jedoch beachten muss: Das Telefon darf über keinen SIM-lock verfügen. Falls das Telefon einen SIM-lock hat, das Gerät aber schon über 2 Jahre alt ist, kann man diesen beim Anbieter auflösen lassen.

Ebenfalls wichtig: Bucht man per SMS eine Datenoption, muss man warten, bis diese aktiviert wird. Ansonsten surft man zu einem deutlich teureren Tarif und das Prepaid-Guthaben ist weg, bevor man richtig losgelegt hat.

Und nun: viel Spass im Urlaub!

Österreich

Anbieter: Hofer, yesss (Orange)

Wo kaufen:  Filialen der Warenhauskette Hofer (Aldi Österreich)

Kosten SIM-Karte: 9.98 Euro

Tarife:  Telefonie ab 6,8 Cent/Minute,  Internet 100 MB für 3 Euro beim Angebot „diskont handyfonieren“ oder 1 GB (Grundoption) bzw 1.5 GB (Poweroption) inklusive bei „diskont surfen“. Je 1 Monat gültig. Zusätzliches Datenvolumen kostet 20 Euro.

Weitere Infos: www.yesss.at

Deutschland

Anbieter: Fonic

Wo kaufen:  Filialen diverser Drogeriemärkte wie dm oder  Müller

Kosten SIM-Karte: 9.95 Euro

Tarife: Telefonie ab 9 Cent, Internet mit Handy Internet-Flatrate (bestellen per SMS):  im 1. Monat kostenlos, danach 9.95 Franken, monatlich buchbar, unbegrenztes Volumen, Geschwindigkeit ab 500 MB gedrosselt

Weitere Infos:  www.fonic.de

Italien

Anbieter:  Telekom Italia Mobile TIM

Wo kaufen:  Providershop in Warenhäusern

Kosten SIM-Karte: 10 Euro

Tarife:  Telefonie ab 12 Cent, Internet mit Option TIMxSmartphone (bestellen per SMS):  2 Euro pro Woche, 250 MB pro Woche

Besonderes: Beim Kauf eines SIM-Karte ist eine italienische Steuernummer nötig, diese können die Verkaufsshops mittels eines Tools erstellen. Nach dem Buchen der Surfoptionen muss mit einer Wartezeit von etwa 12 Stunden gerechnet werden.

Weitere Infos: www.tim.it

Frankreich

Anbieter:  Orange/ Mobicarte

Wo kaufen:  Orangeshops in Warenhäusern

Kosten SIM-Karte: ab 7.90 Euro (Internet)

Tarife: Telefonie ab 50 Cent, Internet mit Option Internet max: entweder 7 Euro pro Woche oder 9 Euro pro Monat (verlängert sich automatisch wenn nicht gekündigt)

Besonderes: Beim Kauf einer SIM-Karte sind ein Personalausweis und eine französische Adresse nötig (kann auch Hotel sein). Es kann mehrere Tage dauern, bis die Karte freigeschaltet wird, lohnt sich also nur bei längeren oder wiederkehrenden Aufenthalten. SMTP/IMAP/POP3 kosten extra.

Weitere Infos: www.orange.fr

Niederlande

Anbieter:  Vodafone

Wo kaufen:  Anbietershops, zum Beispiel in AH-Supermärkten

Kosten SIM-Karte: 10 Euro

Tarife: Telefonie ab 29 Cents pro Minute, Internet Option Internet Basis, für 9.50  Euro pro Monat, enthält  250 MB Daten oder Smartphone Blox, für 14.50 Euro pro Monat, enthält 1 GB Daten (bestellen per SMS). Aktuell gibt es die Optionen zum halben Preis.

Weitere Infos: www.vodafone.nl

Grossbritannien

Anbieter: T-Mobile UK

Wo kaufen:  T-Mobile Shops

Kosten SIM-Karte: kostenlos erhältlich

Tarife:  Telefonie ab 20 Pence/Minute, Internet £1/Tag , mit Option (bestellen per SMS) für 5 nur £2.50, für 30 Tage £5, maximal 500 MB pro Tag

Weitere Infos: www.t-mobile.co.uk/

Griechenland

Anbieter: Vodafone

Wo kaufen:  Anbieter-Shops

Kosten SIM-Karte: 5 Euro

Tarife: Telefonie ab  37 Cents/Minute, Internet mit Option „Surf & Email“ (aktivieren per Anruf an 1286), 3 Euro für 60 MB, 7 Euro für 200 MB, zu verbrauchen innert eines Monats

Weitere Infos:  www.vodafone.gr

Türkei

Anbieter: Türkcell / Hazir Kard

Wo kaufen:  Diverse Shops

Kosten SIM-Karte: 32 Türkische Lira

Tarife: Telefonie nicht bekannt, Internet mit Option (bestellen per SMS an 2400, Text AYLIK 1 GB und eigene Rufnummer) für 29 Lira gibt es 1 GB zum Verbrauch innert eines Monats.

Besonders: Wer länger als 30 Tage im Land bleibt, muss das mitgebrachte Handy oder den Surfstick in einem Türkcell-Shop registrieren lassen, sonst sperren die türkischen Netzbetreiber das Gerät nach spätestens 30 Tagen aus ihren Netzen aus.

Weitere Infos: www.turkcell.com.tr/anasayfa (türkisch)

USA

Anbieter: AT&T

Wo kaufen:  Anbieter- Shops

Kosten SIM-Karte: meist kostenlos, wenn man Guthaben lädt

Tarife: Telefonie: Preisplan Smartphone $2/day Unlimited Talk &Text wählen, dann sind für 2 Dollar pro Nutzungstag Inlandgespräche und SMS inbegriffen, Internet „Data Feature Packages“ buchen, 15 Dollar für 100 MB, 25 Dollar für 500 MB, 1 Monat gültig

Besonders: Hoteladresse und amerikanische Kreditkarte nötig, gemäss Nutzerberichten nicht erhältlich für iPhone und Blackberry

Weitere Infos: www.att.com

Ergänzungen und Erfahrungen werden gerne entgegen genommen.

Orange will alte Preispläne abschaffen

Orange hat heute mitgeteilt, dass man plant, alle vor 2006 eingeführten Abonnemente abzuschaffen. Zu den älteren Orange-Angeboten gehört etwa Orange Optima. Man wolle damit die Angebotspalette im Mobilfunk vereinfachen. Die Kunden sollen auf das neue Angebot OrangeMe wechseln. Orange glaubt nach eigener Aussage, dass 90 Prozent der betroffenen Kunden mit einem Wechsel sparen. Man werde alle betroffenen Kunden informieren und beim Abowechsel unterstützen.

Es lohnt sich jedoch, selber kurz nachzurechnen, ob man mit OrangeMe tatsächlich spart. Denn die Kunden sind nicht gezwungen, auf das von Orange vorgeschlagene OrangeMe zu wechseln. Da es sich um eine einseitige Vertragsänderung handelt, können Unzufriedene auch aus dem Vertrag aussteigen und zu einem anderen Anbieter wechseln. Dies dürfte sich etwa für Kunden lohnen, die nur wenig telefonieren. Denn bei Orange zahlt man mindestens 20 Franken für Gespräche – egal ob man sie führt oder nicht. Beim Umstieg auf ein Prepaid-Angebot  liesse sich also einiges sparen. Auch Vielsurfer (über 1 GB Datenvolumen) dürften mit einem anderen Angebot günstiger fahren.

Ob die Kunden diese Änderung goutieren ist fraglich. Als OrangeMe lanciert wurde, hiess es, die Kunden könnten bei ihren alten Preisplänen bleiben. Nun wird dieses Versprechen gebrochen. Und gerade vor kurzem hat Orange zudem viele Abonnenten verärgert, indem man die Gratisminuten ins Ausland massiv reduziert hat (Zone 3).


OrangeMe: Länder der Zone 3 nicht mehr inbegriffen

Das Abo OrangeMe erlaubt, wenn man die Variante mit „unlimitiert Sprechen“ wählt, 3000 Inklusive-Gesprächsminuten auch ins nahe Ausland, und zwar bislang in die Zonen 1 bis 3. Nun hat Orange klammheimlich per Mitte März die Zone 3 aus den Inklusiv-Anrufen rausgenommen. Die Zone 3 umfasst unter anderem die Länder der Balkan-Region. Vermutlich kam dieses Angebot zu gut an. Ein Betroffener berichtet , dass Orange jene Kunden kontaktiert hat, die häufig in den Balkan telefonieren. Orange hat ihnen mitgeteilt,  dass die Anrufe in diese Zone nicht mehr in diesem Ausmass kostenlos möglich seien. Die Nachfrage bei Orange hat ergeben, dass eine kleine Gruppe dieses Angebot sehr intensiv genutzt hat und andere Kunden diese Gruppe „quersubventionieren“ mussten. Deshalb hat man beschlossen, dass bisherige Kunden zwar noch kostenlos in die Zone 3 anrufen können, aber nur bis 120 Minuten pro Monat und nicht wie ursprünglich versprochen bis 3000 Minuten. Neukunden erhalten gar keine Gratisanrufe in die Zone 3 mehr.

Und wir lernen: Um Kunden anzulocken, werden grosszügig Gratisminuten versprochen. Werden sie dann beansprucht, streicht man sie umgehend wieder.

Da es sich um eine einseitige Vertragsänderung von Orange handelt, können die Kunden immerhin vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen, falls diese Änderung für sie nicht akzeptabel ist.