Sunrise aktiviert kostenpflichtige Option automatisch

Sunrise-Kunden mit einem der neuen Freedom-Abos müssen aufpassen. Seit dem 1. Dezember ist die Option Sunrise Speed Extra automatisch aktiviert. Das verursacht Kosten.

Sunrise-Freedom-Abonnenten erhalten pro Monat je nach Abo eine gewisse Datenmenge. Ist das ­Volumen aufgebraucht , kommt man nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit ins Internet.

Gegen ­einen Zuschlag von 1 Franken pro Tag konnte man bisher die normale Geschwindigkeit re­aktivieren. Das geschieht künftig automatisch und kann Mehrkosten von bis zu 30 Franken pro Monat verursachen.

Sunrise-Sprecher Markus Werner sagt, die Kunden hätten den bisherigen Mechanismus nicht verstanden. Mit der automatischen Aktivierung sei «der Prozess vereinfacht». Die Kunden werden nun per SMS informiert, sobald Kosten für die Datennutzung entstehen. Sie können die automatische Aktivierung jeweils für den laufenden Monat per SMS mit dem Text «SPEED AUTO STOP» stoppen. Dies funktioniert bis Mitternacht des Folgetags nach Erhalt eines SMS.

Tipp: Die Option lässt sich fix ausschalten. Dazu loggt man sich auf der Sunrise-Webseite unter «Mein Konto» ein und klickt unter «Produkte und Kosten» auf «Details anzeigen». Unter «Sperrungen» lässt sich «Sunrise speed extra» ausschalten. Sunrise sagt, Kunden könnten sich an den Kundendienst wenden, falls im Dezember ungewollt Kosten für die Speed-Option anfallen

Aldi Mobile mit wohl günstigstem Angebot

Das neue Aldi-Angebot wurde kaum beworben, doch es ist für Wenigtelefonierer, die kein Abo wünschen, wirklich attraktiv. Neu lassen sich so genannte Smart-Pakete buchen, die ein Inklusivvolumen für 30 Tage bieten.

Folgende Pakete sind verfügbar:

Smart 50, Preis Fr. 15.90 : 50 SMS, 50 Gesprächsminuten ins Festnetz, 50 Gesprächsminuten ins Mobilnetz, 500 MB bei einer Surfgeschwindgikeit bis 21 Mbit/s

Smart 100: Preis Fr. 27.90: 100 SMS, 100 Gesprächsminuten ins Festnetz, 100 Gesprächsminuten ins Mobilnetz, 1 GB bei einer Surfgeschwindgikeit bis 21 Mbit/s

Gebucht wird die Option mit SMS SMART50 oder SMART100 an 4466. Ist das Guthaben vor Ablauf der 30 Tage aufgebraucht, kann man einfach ein neues Paket lösen oder auch für eine gewisse Zeit die normalen Tarife nutzen (14 Rappen Festnetz, 34 Rappen mobile, gratis im Aldi-Netz, SMS 10 Rappen, Daten 10 Rappen/MB).

 

Prepaid-Angebote: Grosse Unterschiede bei der Surfgeschwindigkeit

Wer sein Handy wenig nutzt, fährt mit Prepaid in den meisten Fällen günstiger. Trotzdem entscheiden sich viele Nutzer für ein Abo. Grund: Lange Zeit waren die Möglichkeiten eingeschränkt, mobiles Internet bei Prepaid-Angeboten zu nutzen. Oft wurde die Surfgeschwindigkeit massiv gedrosselt. Inzwischen hat bei vielen Anbietern ein Umdenken eingesetzt. Ortel Mobile, eine Tochter von Sunrise, teilte kürzlich mit: „Wir schaffen die vor allem im Prepaid-Bereich übliche Drosselung der Surfgeschwindigkeit ab.“ Das bedeutet, dass die Nutzer die höchst verfügbare Geschwindigkeit erhalten, ja nach Netz bis maximal 100 oder 150 Mbit pro Sekunde.
Ortel ist jedoch nicht die einzige Anbieterin die Prepaid-Kunden volle Geschwindigkeit bietet: Dies gilt auch für Orange Me Prepay und Coop Mobile.

Ich habe versucht herauszufinden, wo bei den anderen Anbietern die Höchstgrenze liegt. Dabei behilflich war mir unter anderem www.dschungelkompass.ch.

Bei den anderen Anbietern wird wie folgt gedrosselt:
ok.- Mobile: 42 Mbit/s (Orange-Netz)
Triotel: 42 Mbit/s (Orange-Netz)
Lebara: 21 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Aldi Mobile: 21 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Yallo: 7.2 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Talktalk: 7.2 Mbit/s (Sunrise-Netz)
Swisscom Natel Easy: 7.2 Mbit/s (einzelne Datenpakete bis 21 Mbit/s)
MBudget Mobile: 7.2 Mbit/s (Swisscom)
Sunrise Free: 256 Kb/s, mit Option „Surf“ maximale Geschwindigkeit

Sunrise sagte übrigens auf Anfrage noch, man plane gelegentlich auch für Yallo und Lebara die Beschränkung aufzuheben.

Nicht vergessen: Die Höchstgeschwindigkeiten werden in der Praxis kaum je erreicht, sei es weil das Gerät mit den Geschwindigkeiten nicht zurecht kommt, die Abdeckung nicht vorhanden ist oder weil zu viele Leute das Netz gleichzeitig nutzen. Doch es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich auf 256 kb/s gedrosselt werde oder ob ich wenigstens die schnellst verfügbare Geschwindigkeit erhalte.

 

Swisscom mit den besten Speed-Werten

Seit Mitte Mai habe ich in Zusammenarbeit mit der Firma cnlab und den LeserInnen der Zeitschrift saldo Messungen durchgeführt, die zeigen sollen, welche Surfgeschwindigkeiten man bei welchem Anbieter erreicht.

Wie wir wissen ist ein solcher Vergleich nicht ohne Tücken, da die Swisscom im Gegensatz zu Orange und teils auch Sunrise nach Geschwindigkeit und nicht nach Datenvolumen unterscheidet. Bei der Swisscom wurde deshalb jedes Abo einzeln ausgewertet. Erkenntnis: Bei den von LeserInnen durchgeführten Messungen (rund 70 000) sind die teuren Abos der Swisscom tatsächlich deutlich schneller. Infinity XL erreichte durchschnittlich 24.7 Mbit/s , L 10.6 Mbit/, M noch 5.4 Mbit/s. Zum Vergleich: Orange erreichte für alle Abos im Schnitt 12.9 Mbit/s, Sunrise 6.3 Mbit/s. Die Infinity Abos S und XS erreichen Werte im Rahmen ihrer Begrenzungen (1 Mbit/s und 0.2 Mbit/s).

Allerdings sind diese Durchschnittsmessungen nur bedingt repräsentativ, da die schnellsten 20 Prozent der Messungen doppelt so hohe Datenraten erreichen wie der Durchschnitt. Eine weitere Auswertung zeigt deshalb, welche Datenraten bei 80 Prozent der Mesungen überschritten wurden. Und diese Zahlen sind etwas ernüchternd. Infinity XL erreicht noch 5.7 Mbit/, L noch 3 Mbit/s und M noch 2 Mbit/s. Orange-Kunden massen in vier von fünf Fällen Datenraten von 1.6 Mbit/s, Sunrise-Kunden von 0.7 Mbit/s.

Wieder anders präsentieren sich die Resultate, wenn man nur mit den besten Abos und 4G-fähigen Geräten misst. Während der Tour de Suisse (Radrennen) wurden Serienmessungen durchgeführt. Dabei erreichte Swisscom mit dem Infinity XL-Abo 14.8 Mbit/s, Sunrise mit einem Now-Abo und Orange mit Orange Me je 3.7 Mbit/s. In den Städten mit gutem LTE-Ausbau (konkret Winterthur und Zürich) waren die Werte von Sunrise und Orange an einzelnen Standorten auch höher als jene der Swisscom.

Doch über alles gesehen liegt die Swisscom klar vorne. Bleibt nur die Frage, ob man bereit ist, für gute Geschwindigkeit so viel zu bezahlen. Wir haben dazu eine Übersicht zusammengestellt die zeigt, schnell muss nicht unbedingt teuer sein. Aber dann ist meist das Datenvolumen begrenzt. Vielleicht hilft Euch die Tabelle, das für Euch beste Abo zu finden.

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Weitere Infos zum Test gibt es auf der saldo– (kostenpflichtig) und der cnlab-Website.

Internetnutzung entscheidend für den Abopreis

Nach Sunrise hat nun auch Orange die Abopalette überarbeitet. Was Orange hervorhebt: Anders als bei Swisscom profitieren alle Kunden unabhängig vom Abo von LTE, also schnellster Internetgeschwindigkeit. Allerdings nicht unlimitiert, wie dies Sunrise anpreist. Bei Orange zahlt man noch immer nach Datenvolumen.

Was bei fast allen Anbietern gleich ist: Für SMS zahlt man meist nicht mehr extra. Die Unterschiede werden beim Surfen gemacht. Ich möchte für Euch eine Übersicht zusammenstellen, die zeigt,  wo bei welchen Abos (ohne Prepaid-Angebote) die Grenzen liegen  bezüglich Geschwindigkeit und Datenvolumen .

Swisscom:

  • Infinity XS: Geschwindigkeit bis 0,2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 59.-/ Monat
  • Infinity S: Geschwindigkeit bis 1Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 75.- /Monat
  • Infinity M: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 99.-/ Monat
  • Infinity L: Geschwindigkeit bis 21 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 129.-/Monat
  • Infinity XL: Geschwindigkeit bis 150 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt * 169.-/Monat
  • Natel liberty primo: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde *  250 MB * 29.- /Monat
  • Natel liberty medio: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde * 500 MB* 45.-/Monat

Sunrise:

  • Sunrise Now Start: Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 250 MB * 29.-/Monat
  • Sunrise Now Classic: Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 500 MB * 69.-/Monat
  • Sunrise Now Relax: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt, Drosselung ab 1 GB pro Tag * 89.-/ Monat
  • Sunrise Now Max: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen unbeschränkt, Drosselung ab 1 GB pro Tag* 129.- /Monat
  • Sunrise Flex/Flat: Geschwindigkeiten bis zu 21 Mbit/Sekunde * Datenvolumen je nach Abo
  • Sunrise24: Geschwindigkeit bis 7.2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 300 MB pro Tag, danach Drosselung der Geschwindigkeit * 49.-/Monat
  • Alle älteren Sunrise-Abo: Geschwindigkeit gedrosselt, ohne genaue Angabe, ca 7.2 Mbit/Sekunde * Datenvolumen je nach Abo

Orange

Orange hat ein Baukastensystem. Der Kunde wählt, wie viel Inklusivminuten oder Datenvolumen er braucht. Hier ein paar Preisbeispiele

  • Orange Me Unlimited SMS und Surf 1: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 1 GB, danach 10 Rappen / MB * 30.-/ Monat
  • Orange Me Swiss 60 und Surf 3: Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 3 GB, danach 10 Rappen/MB * 65.-/Monat
  • Orange Me Unlimited Swiss und Surf 10: Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/Sekunde * Datenvolumen 10 GB, danach 10 Rappen/MB* /120.-/Monat

Fazit: Jeder Anbieter macht’s ein bisschen anders: Bei Swisscom wird die Geschwindigkeit je nach Abo beschränkt, bei Sunrise das Datenvolumen oder es wird gedrosselt und bei Orange muss zusätzliches Datenvolumen bezahlt werden.

Sunrise24: Geschwindigkeit doch limitiert – ab 300 MB Daten pro Tag

Sunrise bewirbt Sunrise24 mit „superschnellem Surfen“. Im Kleingedruckten wird klar, die Geschwindigkeit ist auf 7.2 Mbit/Sekunde beschränkt. Doch auch mit dieser Geschwindigkeit dürfen Kunden nicht sicher rechnen. Ein Blogleser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass bei Sunrise24 einen so genannten Daycap gibt. Das bedeutet: Wer mehr als 300 MB Daten mit Sunrise24 nutzt, bei dem wird die Geschwindigkeit auf ein Minimum reduziert. Sunrise hat mir das bestätigt. Die Begründung: Ein durchschnittlicher Nutzer verbrauche so viel in einem ganzen Monat. Man passe die Fair Usage Policy laufend dem sich verändernden Nutzungsverhalten an.

Für Vielnutzer bedeutet dies eine  Einschränkung. Zwar ist am nächsten Tag die Geschwindigkeit wieder da – aber eben wieder nur, bis 300 MB Datenvolumen verbraucht sind.

Neues Online-Abo Sunrise24

Angekündigt war es auf September: das neue Abo Sunrise24. Inzwischen ist die Website online und die Eckdaten bekannt. Für gerade mal 49 Franken gibt es bei Sunrise bald eine Flatrate, die Anrufe in alle Schweizer Netze, SMS, MMS und schnelles Surfen  (begrenzt auf 7,2 mbit/s) erlaubt. Und das für 49 Franken! Das Angebot zielt natürlich auf Swisscoms Infinity. Dort zahlt man 99 Franken monatlich für die gleiche Geschwindigkeit, für 59 Franken gibt es gerade mal 0.2 Mbit/s. Erstaunlich beim neuen 24-Angebot: Sunrise hat bereits eine Flatrate mit diesem Profil – allerdings zu einem höheren Preis. Sies kostet 90 Franken mit Handy und 75 Franken ohne. Beim neuen Angebot Sunrise24 gibt’s kein Handy dazu. Es ist auch nur online buchbar und man darf nicht mit Support im Shop rechnen. Gibt es Probleme, muss man auf eine kostenpflichtige Hotline (laut Blick 1.50 Franken pro Minute) anrufen. Das tönt nicht nach sehr viel. Aber meine eigene Erfahrung hat mir schon gezeigt, dass man bei der Sunrise-Hotline manchmal seeeehr lange warten muss  (siehe Artikel). Und man zahlt bereits für die Zeit in der Warteschlaufe. Liegt also etwas im Argen und es herrscht Grossandrang bei der Hotline, kostet dies schnell zwei Monatsgebühren. Abgesehen davon, die Kunden zweiter Klasse erhalten nur Unterstützung von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr. Weitere Einschränkungen: Zusatzangebote wie die Auslandoptionen oder auch Multi-SIM werden nicht angeboten, VoIP und Tethering sind nicht erwünscht.

Schwer nachvollziehbar ist zudem: Sunrise-Kunden können nicht ohne weiteres zum neuen Angebot wechseln. Die Kündigungsfristen müssen eingehalten werden bzw. es braucht einen Neuabschluss. Zudem ist es für Sunrise-Kunden nicht möglich, die Nummer mitzunehmen, während Orange- und Swisscom-Kunden dies dürfen. Man zielt also vor allem auf Kunden der anderen Anbieter.

Trotzdem, alles in allem sicher ein attraktives Angebot. Jetzt bin ich mal gespannt, ob und wann Orange sich etwas einfallen lässt. Immerhin gibts derzeit das vergleichbare Abo 21 Franken günstiger als üblich, aber immer noch doppelt so teuer wie bei Sunrise.

Alles inklusive bei Infinity – aber Unterschiede bei Geschwindigkeit

Nun präsentiert auch die Swisscom neue Handyabos. Das Gute vorweg: Die idiotischen Stundentarife gehören der Vergangenheit an ebenso die unterschiedlichen Kosten für eigene und fremde Netze.

Unter dem Namen infinity (Hinweis zum Link, für Übersicht nach unten scrollen) sind 5 Varianten erhältlich, von XS (59 Franken) bis XL (169 Franken). Der Ansatz der Swisscom ist neu. Anders als etwa bei Sunrise wird es nicht teurer, je mehr Inklusivleistung man beansprucht. Der Preis für Leistungen in der Schweiz hängt nur noch von der Geschwindigkeit ab. Alle Abos enthalten unlimitierte SMS und unlimitierte Anrufe in alle Schweizer Netze, sogar infnity XS. Das grosse ABER: Daten sind zwar auch unlimitiert enthalten (keine Geschwindigkeitsreduktionen mehr), aber bei XS gilt ein Daten-Download von gerade mal 0.2 Mbit/s, Upload 0,1 Mbit/s. Dies sei gut, um Emails ohne Anhänge zu empfangen und zu versenden, heisst es im Produktebeschrieb. Faktisch ist dieses Abo für die Nutzung des mobilen Internets nicht geeignet.

Für 75 Franken (Inifity S) gibt es immerhin 1Mbit/s, 0.5 Mbit/s. Dies ist aber immer noch deutlich weniger, als Swisscom-Kunden heute haben. Ein gewöhnlicher Kunde surft laut Swisscom mit maximal 7,2 Mbit/s. Bei M bekommt man  für 99 Franken eben diese 7.2 Mbit/s, 1 Mbit/s und bei L gibt es für 129 Franken 21 Mbit/s, 2 Mbit/s. Infinity XL kostet 169 Franken und ab 2013  soll es Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/s, 10 Mbit/s geben, bis dahin 42 Mbit/s, 4 Mbit/s. Zu beachten ist, dass dies Höchstgeschwindigkeiten sind, die nicht überall erreicht werden. 42 Mbit/s soll es bislang an 500 Standorten geben.  LTE (100 Mbit/s) bietet die Swisscom ab 2013 vorerst in 12 Städen und sieben Tourismusregionen. Kommt hinzu, dass man LTE nur mit einem LTE-fähigen Gerät nutzen kann und davon gibt es noch nicht viele.

Ab dem Abo M sind zudem noch Auslandleistungen enthalten.

Mein Fazit: Die neuen Abos enthalten sehr viel, aber um richtig surfen zu können (Youtube, Musik Streaming) und den Status Quo zu halten, braucht man wohl mindestens das Abo M für 99 Franken pro Monat und das scheint mir nun doch schon wieder arg teuer. Vermutlich will man den Wegfall der Einnahmen von Internetdiensten wie Whatsapp so kompensieren. Doch Wenignutzer oder Leute, die vor allem Surfen wollen, werden sich mit den teuren Abos wohl nur bedingt anfreunden können. Bisherige Kunden können ihren alten Preisplan beibehalten, für Neukunden sind die älteren Abos nicht mehr offiziell erhältlich, aber laut Swisscom auf Anfrage noch verfügbar.

Vielnutzer dagegen können profitieren. Für 129 Franken (infinity L) erhalten Sie deutlich mehr als zum Beispiel bei Sunrise mit flat4 für 125 Franken. Dort wird nach 1 GB Datenverbrauch die Geschwindigkeit reduziert und Anrufe, SMS oder Internet im Ausland sind auch nicht enthalten.

Übrigens: Die Abos sind erst ab 25.6. erhältlich.

Optionen bei Sunrise: Unübersichtlich

Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Abos hat Sunrise auch seine Optionen angepasst.

Allerdings sind diese  recht verwirrlich.

Nehmen wir das Beispiel Datenroaming. Künftig kostet Datenroaming im Ausland 1 Franken/MB. Aber nur für alle jene, die ein neues Abo haben. Bisherige Kunden müssen, um von dem günstigeren Datenroaming profitieren zu können, weiterhin die Option Roaming für 5 Franken/Monat buchen.

Die Option lässt sich auch mit den neuen Abos buchen, allerdings hat dies dann keinen Einfluss auf die Datenroaming-Preise sondern nur noch auf die Roaming-Kosten für Gespräche. Weshalb ältere Kunden schlechter gestellt werden, bleibt unklar.

Ähnlich unübersichtlich scheint mir die Lösung, um an zusätzliches Datenvolumen zu kommen. Besitzt man ein Abo Sunrise flat 4, 6 oder 7., kann man ab 21. Juni zur Datenflat (1GB) ein weites GB Full Speed pro Monat dazubuchen. Das kostet 10 Franken. Nach 2 GB /Monat ist jedoch Schluss. Weiteres Datenvolumen zur vollen Geschwindigkeit lässt sich ausgerechnet bei diesen Abos für Vielnutzer nicht dazu buchen.

Bei den flex-Tarifen sowie bei Sunrise flat1 und flat2 haben die Kunden etwas mehr Möglichkeiten. Es gbt die Option data 1 (1 GB für 10 Franken) sowie dataflat4 (4 GB für 30 Franken). Diese Angebote gelten aber explizit nicht für Sunrise flat 4, 6 und 7. Die Wenignutzer können also bis 4 GB Daten zur vollen Geschwindigkeit dazubuchen, während für Vielnutzer bei 2 GB Schluss ist. Ganz logisch find ich das nicht.

Surfen mit dem Tablet – ohne Zusatzabo

Die Telecom-Anbieter versuchen Tablet-Nutzer mit teuren Spezial-Abos an sich zu binden. So empfiehlt Orange Nutzern des Apple-Tablets Internet Everywhere für iPad – für 29 Franken gibt es zum Beispiel 1 GB Datenvolumen. Dabei könnten Tablet-Nutzer problemlos OrangeMe (ohne subventioniertes Gerät) nutzen: für 15 Franken monatlich gibt es ebenfalls 1 GB. Doch selbst diese Variante ist nicht nötig, wenn man bereits ein Handyabo mit ausreichend Datenvolumen besitzt. Es gibt zwei Möglichkeiten das Datenvolumen des Handyabos mit geringen oder gar ohne Mehrkosten zu nutzen:

Sunrise-Kunden können sich für 5 Franken pro Monat zusätzliche SIM-Karten mit gleicher Nummer kaufen. Damit lässt sich das Guthaben des Handyabos mitnutzen. Bis zu fünf Geräte können gleichzeitig aktiv sein, telefonieren lässt sich jedoch jeweils nur mit einem. Swisscom und Orange bieten Multi-SIM unter dem Titel «Zusatzkarte» für 10 Franken sowie «Twin Card» für 9 Franken monatlich an. Nachteil: Die Geräte lassen sich nicht gleichzeitig nutzen.  (Darüber habe ich früher schon berichtet).

Noch günstiger lässt sich das Datenvolumen des Mobiltelefons  mittels Tethering anzapfen. Das bedeutet,  dass man das Smartphone mit einem Tablet oder Laptop verbindet und diesem so eine Internetverbindung ermöglicht. Das Mobiltelefon übernimmt dann die Rolle eines Modems. Die Vorgehensweise ist je nach Smartphone unterschiedlich. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen zu den wichtigsten Geräten. Hier zum Beispiel für das iPhone: youtube-Video.

Mit «Tethering» kann man selbst Tablets, die nur über WLAN verfügen, zum Surfen unterwegs nutzen. Orange und Swisscom geben an, Tethering stehe ohne Zusatzkosten und Einschränkungen zur Verfügung. Anders Sunrise: Laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist Tethering verboten. Die Nachfrage nach den Konsequenzen blieb jedoch ohne Antwort. Es hiess lediglich Sunrise habe diese Einschränkung vorgenommen, da sie die Qualität beim Tethering nicht gewährleisten könne. Ich weiss jedoch von Abonennten, die dies trotzdem ohne Probleme nutzen.