Bewusst falsche Handy-Rechnungen?

Eben habe ich einen ZDF-Beitrag zum Thema Kostenfalle Handy gesehen: (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=XUhbXwV8WEg#!).

Es geht darum, dass Kunden in Deutschland oft Verträge „angedreht“ werden, die Mehrkosten verursachen oder dass gar bewusst falsche Rechnungen gestellt werden zum Schaden der Kunden.

Dies zu belegen, ist im Beitrag leider nicht ganz gelungen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es solche Fälle gibt. Oft geht es um kleine Beträge, die den Kunden kaum auffallen.

Bei mir fand sich zum Beispiel kürzlich die Roaming-Option auf der Sunrise-Rechnung, obwohl sie gekündigt war. Sind nur knapp 5 Franken und man hat mir das nach dem Reklamieren auf der nächsten Rechnung auch wieder abgebucht. Ich habe mir nichts weiter gedacht, aber jetzt drängt sich bei mir schon ein wenig die Frage auf, ob solches wohl auch bewusst geschieht. Zusätzliche SMS, eine gekündigte Option – wem fällt das auf, wer kontrolliert schon immer die Rechnung?

rechnung

Deshalb meine Frage an Euch: Habt Ihr selber schon falsche Rechnungen erhalten? Habt Ihr reklamiert? Wie war die Reaktion?

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4 Gedanken zu “Bewusst falsche Handy-Rechnungen?

  1. Roland (@rolandwyss)

    ich habe von Sunrise eine Rechnung von über 1000.- erhalten, mit Internet-Verbindungen ins Ausland, obwohl ich an dem Tag in der Schweiz war und obwohl ich das Roaming deaktiviert habe. Ich habe die Rechnung angefochten und anhand eines Rückrufes von Sunrise (immerhin!) gemerkt, dass sunrise twenty (früher 20 minuten) von yallo verwaltet wird. Die Anfechtung wurde von sunrise an yallo weitergeleitet, dann hab ich vom yallo Kundendienst aus Deutschland einen Anruf erhalten, das liege beim Yallo-Rechnungswesen in der Schweiz und werde bearbeitet. Inzwischen habe ich von Sunrise (oder yallo? keine Ahnung) eine Mahnung erhalten mit frist von 5 Tagen (übers Wochenende) erhalten, sonst werde die Nummer gesperrt. Auf der Mahung befindet sich merkwürdigerweise auch eine Rechnung, die schon längst bezahlt ist – Sunrise ist die grösste Gangsterbande, die mir je untergekommen ist.

  2. Sunrise belastete mir seit ca. 2010 immer wieder nicht bestellte Optionen. „Dummerweise“ wollte ich diese Dienste sowieso einmal bestellen oder testen, z.B. die Auslandoption oder „Speed Plus“ bei ADSL. Dennoch ist es natürlich eine Frechheit, diese ungefragt zu aktivieren – teils hatte ich die Option dann einige Tage oder Wochen ungenutzt.

    Ganz anders mit den Premium SMS, die pikanterweise von einem Sunrise-Partner verschickt wurden (einer Firma, die im Internet keinen besonders guten Ruf geniesst aufgrund hoher Preise für unbrauchbare Krznachrichten).

    Als seit Jahren an der Telco-Branche interessierte Person und Konsumblogger müsste mir aufgefallen sein, wann ich diesen Dienst bestellt hatte – ich bin zu 100% sicher, dass ich das nie getan habe. Zudem meldete ich die sinnfreien SMS zu 9.90 das Stück stets sofort an abuse(ät)sunrise.net, da ich dachte, es handle sich um SMS-Spam – diese Stelle hätte an sich merken müssen, dass es sich um Premium SMS handelte und mich umgehend warnen sollen.

    Doch weder beim zweiten noch beim dritten Male bequemte sich jemand, überhaupt zu reagieren. All das schürt den Verdacht, dass es sich um eine abgekartete Sache handelt. Oder dass Sunrise schlicht kein abuse desk hat, das diesen Namen verdient.

    Ich hing insgesamt sicher eine Stunde am Telefon (hauptsächlich in Warteschlaufen), um mein Geld zurück zu bekommen, was auch geschah. Sunrise sperrte mir daraufhin alle Premium-SMS-Dienste. Die Folge: ich konnte von da an auch keine seriösen Mehrwertdienste wie Autonummernabfragen von Kantonen benutzen. Eine schlüssige Erklärung, wie es genau zu den Premium SMS kam, gab es nie.

    Es sind genau diese dubiosen Geschichten, bei denen ich mich in Grund und Boden schäme, Sunrise so lange wider besseres Wissen verteidigt und Freunden weiterempfohlen zu haben. Seit ich bei einem anderen Anbieter bin, telefoniere ich günstiger, geniesse den ausgezeichneten Kundendienst und habe das 10x bessere Netz.

  3. Sunrise belastete mir über etwa 2 Monate hinweg mehrere kleine Beträge für sogenannte Premium-SMS. Im Total handelte es sich um CHF 18.80. Ich wusste nicht wieso ich diese SMS erhielt und genauso wenig, wie man diese SMS deaktivieren kann. Also rief ich Sunrise an. Sunrise sagte mir am Telefon, dass die Premium-SMS gesperrt wurden.

    Da ich die Premium-SMS gar nie bestellt hatte, verlangte ich danach die Gutschrift der CHF 18.80. Doch das gehe normalerweise nicht, hiess es am Telefon, da Sunrise diesen Betrag (CHF 18.80) an den SMS-Provider bereits überwiesen habe und ich ausserdem diese Dienstleistung bestellt hätte (was ich nicht tat). Ich müsse deswegen schriftlich vorgehen.

    Ich schickte ein Einschreiben (damals CHF 5.- Porto). Nach circa 2 Wochen kam ein Schreiben von Sunrise, wonach man mir die CHF 18.80 wieder gutschreiben würde. Was auch in dem Schreiben stand, war, dass Sunrise mir ausnahmsweise entgegenkomme und dass ich künftig kein Anspruch mehr darauf habe, wieder gutgeschrieben zu werden, wenn ich wieder Zusatzdienste aktiviere.

    Ich ärgerte mich derart massiv ab dem Schreiben, dass ich dieses leider sofort wegwarf, was ich später beim Schreiben des Buches „Beim Barte des Propheten, Sunrise?“ bereute. Somit blieb nämlich diese kleine Anekdote im Buch unerwähnt.

    Dass kleine Beträge absichtlich belastet werden, lässt sich schwerlich beweisen, aber es nährt Misstrauen und es entsteht immer ein unverhältnismässiger Aufwand, für den Kunden nota bene. Und genau deswegen entsteht Ertrag bei Sunrise, weil wohl nur ganz Wenige diesen Aufwand auf sich nehmen.

  4. Bei Sunrise erlebte ich schon verschiedene Rechnungsfehler, zwei Beispiele:

    Aufgrund von Qualitätsproblemen hatte ich eine Gutschrift erhalten. Auf der nächsten Rechnung war die Gutschrift vorhanden, aber die bisherigen Rabatte (unter anderem für nicht subventioniertes Handy) wurden mir nicht mehr gutgeschrieben. Am Telefon argumentierte Sunrise, Gutschriften und Rabatte seien nicht gleichzeitig möglich. Auf meine schriftliche Reklamation hin wurde der Fehler dann korrigiert.

    Sunrise stellte mir plötzlich irgend ein Handy-TV-Angebot in Rechnung. Am Telefon argumentierte man, ich hätte das Angebot bestellt, man deaktiviere es aber auf den nächsten Monat hin. Auf meine schriftliche Reklamation hin wurde der Fehler dann vollständig korrigiert.

    In beiden Fällen entstand mir natürlich Aufwand. Ausserdem weiss ich nun, dass man Sunrise bei Problemen mit Vorteil schriftlich und nicht telefonisch kontaktiert. Und bei nächster Gelegenheit werde ich trotz drei bis vier Mal so hohen Kosten zu Swisscom wechseln.

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