Attraktive Jugendabos

Jugendliche sind bei den Telco-Anbieter als Kunden heiss umworben. Die Angebote für unter 26-Jährige sind attraktiv. Gerade hat die Swisscom ihre Abos für Jugendliche angepasst. So gibt es für 15 Franken für Einsteiger unter dem Namen Natel xtra S neu 100 MB Datenvolumen und 600 Gratis-SMS. Bislang kostete das Ansteiger-Angebot 19 Franken, Datenvolumen war keines inklusive.

Natel xtra M bietet für 35 Franken gar 1 GB Datenvolumen und 1500 Gratis-SMS, Natel xtra L für 45 Franken 1,5 GB sowie 2000 Gratis SMS. Wermutstropfen sind die Stundentarife. Kurze Anrufe sind unnötig teuer. Selbst ein einminütiger Anruf kostet je nach Abo zwischen 70 und 90 Rappen pro Minute. Bei Natel xtra L sind Anrufe ind Swisscom Mobil- und Festnetz inklusive. Das Telefonieren ist mit Natel xtra M und xtra S etwas teurer geworden als mit den Vorgänger-Abos, weil keine bzw. weniger Gratisminuten inklusive sind.

Zum Vergleich: Die Sunrise Mobilabos für junge Leute unter 26 Jahren heissen MTV Mobile. Das Einsteigerangebot now bietet klar weniger: Für 15 Franken gibt es 100 Gratis-SMS, eine Gesprächsminute kostet 45 Rappen in jedes Netz, Datenvolumen ist nicht enthalten. Attraktiver ist das Angebot next: Für 29 Franken sind alle SMS gratis, surfen ist unbeschränkt inklusive (allerdings wird ab 500 MB die Geschwindigkeit reduziert) und Anrufe ins Sunrise-Mobil-Netz sind gratis.

Auch Orange führt Young-Abos für alle unter 27 Jahren. Für 10 Franken gibt es kostenlose Anrufe ins Orangenetz und das Schweizer Festnetz sowie unbeschränkt Gratis-SMS. Für 25 Franken ist zusätzlich 1 GB Datenvolumen enthalten. Ein sehr gutes Angebot – preislich wohl das beste für junge Leute.

Da wird man als ältere Nutzerin doch gleich ein wenig neidisch. Eine Kollegin hat mich jedoch darauf hingewiesen, dass Eltern die Abos für ihre Kinder lösen können – ein Mindestalter ist nicht ersichtlich. Der Elternteil ist dann Eigner des Abos, das Kind Nutzer. Die Kollegin nutzt das Abo (Sunrise) jedoch selbst. Ob das Kind oder der Eigner das Abo verwendet, können die Anbieter schwerlich überprüfen. Die Swisscom schreibt als einzige Anbieterin in den Bedingungen: „Der Kunde darf diese Abos nicht Dritten zur Benutzung überlassen.“

Übrigens: Werden die Jugendliche Erwachsen, also älter als 26 bzw 27 Jahre, wandeln die Anbieter die Abos automatisch in  ordentliche Abos zu den üblichen Kondition um.

Die neuen Prepaid-iPad-Tarife von Sunrise

Sunrise hat neue Datenpläne ohne Vertragsbindung für iPad-Nutzer lanciert. Unter dem Namen Take Away Prepaid Dayflat  lässt sich für 5 Franken pro Tag surfen. Speziell für das iPad gibt es zudem Surf-Optionen  mit einer monatlichen Grundgebühr und Inklusiv-Datenvolumen –  wohl in Anlehnung an das Angebot Natel Data Easy Flex der Swisscom. Für 15 Franken gibt es bei Sunrise 500 MB, für 19 Franken 1GB Daten. Bei der Swisscom dagegen sind für 19 Franken nur gerade 300 MB, für 39 Franken 2 GB inbegriffen.

Was einige Nutzer verwirrt: Anders als bei sonstigem Prepaid-Guthaben steht das gekaufte Datenguthaben nur während 30 Tagen zur Verfügung, danach verfällt es und die Option wird automatisch erneut berechnet. Deshalb bringt es nichts, Datenvolumen auf Vorrat zu kaufen. Man sollte nur jene Datenmenge „bestellen“, die man realistischerweise braucht. Oder anders gesagt: Wenn man mal einen Monat nicht online gehen will, sollte man die Option stoppen.

Bei Sunrise ist dies möglich mittels einer Kurzmitteilung mit dem Inhalt „Text 500MB STOP“ bzw „Text 1GB STOP“an die Nummer 5522.

Wünsche an die Telecomanbieter für 2012

Bald ist 2011 Geschichte, Zeit für einen Blick zurück – und in die Zukunft. Aus meiner Sicht war das Telecom-Jahr insbesondere im Mobilfunkbereich geprägt von versteckten Preiserhöhungen, inbesondere für Wenignutzer. Neue Abos wurden zwar stets als vorteilhaft verkauft, waren es aber selten. Bei Sunrise fiel das Zero-Abo weg und gleichzeitig wurden SMS teurer. Orange strich bei OrangeMe die unlimitierten Anrufe in die Auslandzone3 und schaffte ältere Preispläne ab und bei Swisscom wurden Anrufe in Fremdnetze teurer.

Der meistgelesene Artikel dieses Blogs befasste sich mit dem Swisscom-Angebot DSL ohne Festnetz, ebenfalls beliebt waren die Artikel zur Möglichkeit, das Prepaid-Angebot SunriseGo Classic anstelle von SunriseGo Dayflat zu nutzen.

Nun aber zu meinen Wünschen für 2012:

In meinen Augen braucht es von allen Anbietern attraktivere, sprich günstigere Angebote für Wenignutzer. Prepaid-Angebote sind sicher eine Alternative, aber meist fehlt dazu ein attraktives Angebot für das mobile Surfen. Bei den Abos dagegen sind die Grundgebühren oft schon so hoch, dass sie für Wenignutzer einfach nicht in Frage kommen. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass es sich um eine relativ grosse Nutzergruppe handelt. Aber eben, wenn man solche Angebote einfach nicht macht, sind diese Nutzer halt gezwungen, teure Abos zu buchen, die sie nicht ausreizen können.

Für das mobile Surfen mit Tablets gibt es  kaum faire Tarife für Wenignutzer. Entweder man zahlt gleich eine Flatrate, oder aber ein Abo mit einer Monatsgebühr und einer Tagesnutzungs-Gebühr. Da fast alle Tablet-Nutzer auch ein Smartphone haben, wäre es doch sinnvoll, Kombi-Abos anzubieten mit einem Inklusiv-Datenvolumen, das man über beide Geräte abrufen kann. Technisch ist dies schon möglich, aber es wird natürlich nicht offiziell angeboten.

Und schliesslich noch ein Wunsch an Sunrise: Offenbar hat man den Netzausbau sträflich vernachlässigt. Kunden goutieren dies nicht, dies hat Orange schon erlebt, zahlreiche Kunden sind, wohl nicht zuletzt wegen des oft mangelhaften Netzes, in den letzten Jahren abgesprungen. Orange hat reagiert und sich verbessert. Sunrise sollte dies dringend auch tun.

Und zum Schluss: Allen Leserinnen und Leser wünsche ich von Herzen einen guten Rutsch ins Jahr 2012. Danke für die Treue.

connect-Netztest: Nur befriedigend für Sunrise

Ich vergleiche in meinen Blog-Beiträgen oft Tarife und da kommt Sunrise in der Regel recht gut weg. Aber die Kosten sind natürlich nur die eine Seite. Entscheidend ist für den Nutzer auch, ob die Dienstleistung  erbracht wird. Und da läuft es bei Sunrise nicht wunschgemäss. Dies belegt ein Netztest, den die Zeitschrift Connect in der Schweiz und Österreich durchgeführt hat.

Um das Resultat vorweg zu nehmen: Von den sieben Anbietern (3 in der Schweiz, 4 in Österreich) war Sunrise die einzige, die im Netztest nur das Urteil „befriedigend“ erhielt (340 von 500 möglichen Punkten). Dies nachdem Sunrise noch vor zwei Jahren mit dem connect-Test werben konnte (damals „sehr gut“  mit 428 von 500 Punkten). Schwächen zeigte Sunrise fast überall, sowohl beim Telefonieren als auch bei den mit Smartphones erzielten Datenraten. So halten die Tester zum Beispiel fest: „Eingebrochen ist der Anbieter Sunrise, bei dem 4.4 Prozent der gemessenen Gespräche nicht erfolgreich beendet werden konnte.“ Oder: „Ein Drittel der Messungen bei Sunrise lag unter der häufig als für den Surfspass kritisch erachteten Grenze von 1Mbit/s (bezieht sich auf Datenraten in den Städten).  Auf dem Land sieht es noch kritischer aus.

Weshalb konnte Sunrise nicht mehr punkten? Meine Vermutung: Man hat einfach zu wenig investiert. Dass es nämlich auch anders geht, zeigt Orange. Im Vorjahr mit 279 Punkten nur mit ausreichend benotet, gelang in diesem Jahr eine Steigerung auf 386 Punkte (Urteil gut). Orange hält denn in einer Mitteilung denn auch  fest, das Resultat zeige, dass sich die Investitionen von 700 Mio. Franken für die Modernisierung und den Ausbau des Netzes für die Kunden auszahlten.

Übrigens: Auf Platz 1 bleibt die Swisscom mit dem Urteil „sehr gut“, aber zwei der österreichischen Anbieter erzielten noch deutlich bessere Werte als die Swisscom.

Neu dank M-Budget Mobile Festnetzanschluss sparen

M-Budget Mobile ergänzt das Angebot rund um Telefonie und Internet: Budgetbewusste können mit M-Budget DSL neu zu Hause im Internet surfen und bei Bedarf im Festnetz telefonieren ohne, dass es daneben ein Natel-Abo braucht. Der DSL-Anschluss ist einzeln für monatlich 54.80 Franken erhältlich und bietet Kunden eine Geschwindigkeit von 5 Mbit/s. Für weitere 5 Franken (also total 59.80 Franken) ist zusätzlich das Telefonieren wie auf dem Festnetz möglich. Eine Anschlussgebühr fällt nicht mehr an.

Zum Vergleich: Bei Swisscom zahlt man für ein ähnliches DSL-Angebot (Geschwindigkeit 10 Mbit/s) 49 Franken. Es kommt aber zwingend noch die Gebühr von 25.35 Franken für den Festnetzanschluss dazu, unabhängig davon, ob man ihn nutzt oder nicht. Ausnahme: Wer ein Natel Pro Abo hat, kann den Festnetzanschluss ebenfalls einsparen. Allerdings gilt dies nicht für alle DSL-Varianten (siehe hier).

Swisscom erhört Geschwindigkeit und Volumengrenzen

Eine positive Ankündigung für die Konsumenten: Die Swissom will die Geschwindigkeiten der DSL-Anschlüsse ohne Zusatzkosten für die Kunden erhöhen. Bis Ende 2012 erhalten alle Kunden mit einem Abo bis DSL standard (bislang 5000 kbit/s Download) bis zu doppelte Geschwindigkeit. Gemäss Swisscom benötigen jedoch Kunden mit einem DSL standard Abonnement grösstenteils einen neuen Router, um von der Erhöhung zu profitieren.

Ebenfalls erhöht wird das Inklusivdatenvolumen bei den Surfabos Natel liberty primo und medio, und zwar von 100 auf 250 MB bzw. von 250 auf 500 MB. Und gleich noch ein Kränzchen muss ich der Swisscom winden. Als bislang einzige Anbieterin verzichtet sie auf die bei den Kunden unbeliebten Rollover-Verträge. Sunrise und Orange wollen dagegen an der automatischen Vertragsverlängerung festhalten.

Swisscom: Internet ohne Festnetz – aber nur mit Handy-Abo und teurem DSL

Die Möglichkeit, einen DSL-Anschluss ohne Festnetz zu bestellen, gibt es in der Schweiz schon länger. Die Anbieter verlangen in der Regel einfach, dass man dafür ein Natel-Abo bei ihnen abschliesst. Heute nun bewirbt die Swisscom DSL und Natel pro. Neu ist dieses Angebot jedoch keineswegs, unter dem Namen DSL naked gibt es DSL mit Handy schon seit 2007. Neu daran ist lediglich, dass es nur noch in Verbindung mit dem teuersten DSL-Anschluss erhältlich ist. Konnte man bislang den Standard-DSL-Anschluss für 49 Franken mit einem Natelabo kombinieren, gibt es das Bundle nun nur noch mit dem teureren 20 000 kbit/s-Anschluss für 59 Franken und einem Natel-Abo ab mindestens 29 Franken monatlich. Dass man die schnelle Geschwindigkeit, die man zahlt, auch erhält, ist nicht garantiert. Die tatsächliche Geschwindigkeit der Internetverbindung hängt von Ihrem Telefonanschluss ab, schreibt die Swisscom. Überprüfen lässt sich dies hier. Bisherige Kunden können das bestehende Abo behalten.

Übrigens, bei der Sunrise ist es anders: Festnetz ohne Internet gibt es auch ohne Mobile-Abo für 69 Franken monatlich. Und in Verbindung mit einem Mobile-Abo kostet der Anschluss mit der Geschwindigkeit 10 000 kbit/s noch 40 Franken.

Mobiles Surfen im Ausland: Sunrise teuer

Surfen mit dem Handy im Ausland war lange Zeit horrend teuer. Auch heute noch würde ich empfehlen, das Handy im Ausland nur im Notfall zum Surfen über das Mobilfunk-Netz zu benutzen oder aber eine SIM-Karte eines einheimischen Anbieters einzulegen. Doch immerhin bieten alle Anbieter seit einiger Zeit Optionen, die das Surfen ennet der Grenze für die Abokunden einigermassen bezahlbar machen.

Hier die Ausland-Surf-Angebote für Smartphone-Nutzer mit Abo der drei Anbieter

Bei der Swisscom können Abokunden die World Option Flex buchen. Eine einmalige Anmeldung reicht. Sie kostet 9 Franken pro Monat, wird jedoch nur verrechnet bei Gebrauch. In der Folge kostet dann das Surfen in der EU und Westeuropa 7 Franken pro Tag. Das Datenvolumen ist auf 10 MB limitiert. Ohne diese Option kostet die Nutzung ebenfalls 7 Franken täglich, enthalten sind jedoch nur 5 MB. Ist das Volumen aufgebraucht, wird ein neues Paket gelöst. Ein Vorteil: Nutzt man eine geringere Datenmenge, zahlt man auch weniger. Bis der Betrag des Tagespaketes erreicht ist, werden 30 Rp/30 kB verrechnet. Die Option ist nicht speziell für das Surfen, sondern allgemein für den Gebrauch des Handys im Ausland gedacht.

Orange dagegen hat spezielle Daten-Optionen für das Ausland lanciert. Orange rechnet bei der Option Travel Data Daily nach Nutzungstag ab. In Europa werden pro Nutzungstag 4 Franken verrechnet, inklusive sind jedoch nur 2 MB Datenvolumen. Jedes weitere MB kostet 2 Franken. 5 MB kämen also auf 10 Franken zu stehen und sind somit teurer als bei der Swisscom. Dafür wird die Option zumindest bei Mobile Me-Kunden automatisch aufgeschaltet und eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an. Bei einer höheren Nutzung kann der Kunde Travel Data Daily 10 MB oder gar 50 MB buchen für 10 bzw 25 Franken pro Tag buchen. Damit ist Orange bei höherem Datenverbrauch günstiger als die Swisscom. Möchte man mit der Swisscom-Option Flex an einem Tag 50 MB nutzen, kostet dies nach meinem Verständnis 44 Franken.

Bei Orange lassen sich auch Auslands-Datenpakete mit Monatsgebühren buchen (Travel Data). Für eine Monatsgebühr von 20 Franken gibt es 5 MB Datenvolumen. 50 MB kosten 100 Franken. Die Option Data Daily dürfte jedoch für die meisten Nutzer günstiger sein.

Sunrise kennt keine Abrechnung nach Tag, sondern nur nach Volumen. Mit der Option Global, die es für Abokunden für 9 Franken monatlich gibt, kostet das Surfen pro MB 4.40 Franken. 5 MB kämen somit bei Sunrise in Europa auf 22 Franken zu stehen – die Grundgebühr nicht mitgerechnet. Ohne Option kostet der Surfspass sogar 78 Franken.

Fazit:  Das Angebot von Sunrise ist noch viel zu teuer. Die Angebote von Orange und Swisscom sind etwas besser, wenn auch im Vergleich mit ausländischen Anbietern immer noch teuer. Die Deutsche Telekom zum Beispiel bietet ihren Kunden künftig Tagespakete mit 10 MB Daten für das Surfen im Ausland für 1.95 Euro an. 50 MB gibt es für 4.95 Euro. Und für 14,95 Euro gibt es eine Flatrate, die eine Woche gültig ist. Die kleine Einschränkung: Die Tarife gelten nur in Ländern, in denen die Telekom mit einer Tochtergesellschaft vertreten ist. Trotzdem, von solchen Tarifen können die Schweizer nur träumen.

Kunden 1. und 2. Klasse auch im Mobilfunk

Swisscom-Chef Carsten Schloter hat sich vor rund einer Woche in einem Interview mit der Handelszeitung zum Thema Netzverfügbarkeit im Mobilfunk-Bereich geäussert. Das Volumen im Mobilfunknetz hat sich aufgrund des Aufkommens von Smartphones und Tablet PCs in der bei der Swisscom 2010  laut Schloter vervierfacht. Als Folge davon, will die Swisscom unterschiedliche Klassen von Angeboten schaffen. Wer mehr zahlt, soll auch mehr Sicherheit und Gecschwindigkeit erhalten. Ähnlich wie bei der Festnetz-Internetnutzng soll der Kunde für jene Bandbreite zahlen, die er braucht (und hoffentlich auch erhält).

Bei der Swisscom heisst das: Für das Abo Natel Data Premium ( max Download 21.6 Mbit/s, max Upload 5.8 Mbit/s) zum Surfen mit dem Laptop im Mobilfunknetz zahlt der Kunde 85 Franken. Er ist dann nicht nur schneller unterwegs als mit einem Natel data flat Abo für 59 Franken (max Download 7,2 Mbit/s, max Upload 1 Mbit/s), sondern soll auch von optmierter Datenübertragung profitieren.  Schloter glaubt offenbar daran, dass sich das 2-Klassen-Modell durchsetzt. Es soll weitere Angebote im Bereich Mobilkommunikation geben, speziell für Leute, die das Mobilnetz beruflich nutzen und daher mehr Wert auf Verfügbarkeit und Sicherheit legen. Bleibt zu hoffen, dass die 2. Klass-Kunden dabei nicht ganz auf der Strecke bleiben.

Swisscom verlangt höhere Tarife in Fremd-Festnetze

Das kennt man ja schon: Anrufe in fremde Natelnetze sind teurer. Man weiss somit vor einem Anruf eigentlich nie genau, was er kostet. Es sei denn, man kennt den Anbieter des Gegenübers. Diese in meinen Augen kundenunfreundliche Praxis wendet Swisscom nun auch im Festnetz an. Bei den neuen Vivo-Casa-Bündel-Angeboten kosten Anrufe in fremde Netze bei den meisten Paketen, während diejenigen ins Swisscom-Netz gratis sind.

Ebenso sieht es bei den neu lancierten Natel-Abos für Jugendliche unter 26 Jahren aus: Bei allen drei Modellen, die ab dem 1. Februar in Kraft treten, sind Anrufe ins eigene Fest- und Mobilnetz gratis, während Anrufe in Fremdnetze kosten. Es kommt ein Stundentarif zur Anwendung zwischen 70 und 90 Rappen. Dies ist zwar nicht viel, aber Kurzanrufe sind dadurch sehr teuer.

Ich kann mir gut vorstellen, dass bald auch die anderen Anbieter nachziehen und Anrufe in fremde Festnetze verteuern werden. Schade, auf transparente Tarife können die Konsumenten so noch lange warten.

Noch eine Ergänzung: Swisscom-Kunden, die wissen wollen, welche Nummern zum Swisscom-Festnetz gehören, können dies hier abfragen. (Tarifcheck/Kostentransparenz)