Erste Erfahrungen mit Swisscom-LTE

Seit dem 29.11. ist das Swisscom LTE-Netz verfügbar. Ich konnte nun erste Erfahrungen sammeln, die ich mit Euch teilen möchte.

Das Fazit vorweg: LTE ist, wenn man denn ein Netz hat und eine hohe Geschwindigkeit erreicht, eine tolle Sache – aber es profitieren nur ganz wenige und es ist extrem teuer.

Meine Tests habe ich mit einem HTC One XL mit dem Swisscom Abo Infinity XL durchgeführt. Dieses Abo ist das einzige in der Schweiz, das es derzeit überhaupt erlaubt, die möglichen Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/Sekunde zu erreichen.

Wer es gewohnt ist, im 3G-Netz zu surfen, macht mit LTE ganz neue Surferfahrungen. Zwar habe ich nie irgendwo 100 Mbit/Sekunde erreicht, doch zumindest in der näheren Umgebung meines Wohnortes (Winterthur, etwas erhöht) teilweise 40 bis 50 Mbit/Sekunde. Seiten laden spürbar schneller, Downloads sind sofort abgeschlossen, wirklich toll. Allerdings gab es gleicherorts  auch Zeiten, wo nur gerade 2 Mbit/Sekunde möglich waren und das Surfen im 3G Netz gar zügiger ging.

Denn je mehr Leute sich an einem Ort befinden, desto langsamer surft man. Die Geschwindigkeiten werden unter den Nutzern aufgeteilt. An belebten Plätzen kann man deshalb von schnellen Geschwindigkeiten nur träumen. Und auch die Abdeckung ist selbst an den 26 Orten mit LTE noch keinesfalls lückenlos. In der Stadt Winterthur gab es zwar LTE beim Bahnhof oder an der Technikumstrasse, in der Marktgasse (Einkaufsstrasse) jedoch nicht. Gemessen habe ich im 4G-Netz imWinterthurer Zentrum kaum je mehr als 3 Mbit/Sekunde. Andere Nutzer berichten, dass zum Beispiel  in Zürich weder am Klusplatz noch im Stadelhofen noch im Hauptbahnhof oder im Kreis 5 LTE-Empfang verfügbar war.

Was aber ebenso wichtig ist: Das Gerät. Ein Infinity XL-Abo bringt überhaupt nichts, wenn man nicht über ein 4G-fähiges Gerät verfügt. Und davon gibt es erst ganz wenige. Zum Beispiel eben das HTC One XL, das Lumia 920 und bald noch die Samsung-Geräte Galaxy SIII 4G (nicht die früher erhältichen Geräte) und Note II 4G. Nutzt man das Infinity XL mit einem älteren Gerät, etwa dem auch noch nicht soooo alten Samsung Galaxy SIII ohne 4G oder dem iPhone5, sind kaum mehr als 7 Mbit/Sekunde erreichbar. Egal wo. Deshalb: Ohne entsprechendes Gerät nützen die teuren Infinity XL-Abos nichts. Bestimmt gibt es aber zahlreiche Leute, die ein solches Abo gerade wegen der höheren Geschwindigkeit zahlen und es mit einem älteren Gerät nutzen. Ihnen kann ich nur raten ein schnelleres Gerät zu besorgen oder ein anderes Abo zu nehmen (ausser man entscheidet sich für XL aufgrund der inbegriffenen Auslandleistungen).

Das Angebot von Swisscom Infinity XL mit entsprechendem Gerät hat mich grundsätzlich überzeugt – zumindest wenn man gerade an einem Ort ist, wo der Empfang stimmt. Der Preis leider nicht. 169 Franken sind viel zu viel. Vor allem für Leute wie mich, die  unterwegs vor allem Surfen, deren Telefon- und SMS-Kosten jedoch lediglich ein paar Franken pro Monat ausmachen. Deshalb: Ich hoffe, dass die Swisscom mal ein günstigeres Abo mit vollem Speed, aber ohne weitere Inklusivleistungen bringt.

Angepasste OrangeMe-Tarife: Vor- und Nachteile

Nachdem die Swisscom mit Infinity aufgetrumpft hatte und Sunrise das Online-Abo eineführt hatte, war klar, dass auch Orange etwas unternehmen musste. Das hat Orange im Oktober auch getan und die Preise etwas gesenkt.  Endlich finde ich Zeit, diese kurz zu kommentieren. Anders als die Konkurrenz hält Orange ganz am bisherigen System fest: Man zahlt (nur) für die Leistung, die man auch bezieht. Ein System, dass eigentlich meine Sympathie besitzt.

Doch leider sind die Tarife schlicht und ergreifend zu unattraktiv. Während es bei der Konkurrenz unbegrenzte SMS und Anrufe im Inland sowie Surfen zum Pauschalpreis gibt (Sunrise24 für 49 Franken, Infinity ab 59 Franken), kostet bei Orange das Surfen allein schon fast soviel (3 GB Franken, 5 GB 50 Franken). Will man alles unlimitiert, kostet es 130 Franken.

Orange macht geltend, dass dafür auch Auslandanrufe (Europa, USA) zu den Inklusivminuten zählen. Das stimmt – und jene, die viel in diese Länder telefonieren fahren tatsächlich gut mit OrangeMe. Für Inlandnutzer gibt es jedoch günstigere Angebote.

Gut finde ich hingegen, dass Orange weiterhin allen Nutzer die schnellst möglich verfügbare Geschwindigkeit anbietet. Wer also wenig Datenvolumen verbraucht, aber wenn, dann schnell unterwegs sein möchte, nimmt wohl besser bei Orange Me die 1 GB für 15 Franken (dazu kommen in jedem Fall mindestens noch 10 Franken für Gspräche) als das in der Geschwindigkeit stark reduzierte Swisscom Infinity XS.

Schliesslich gibt es neu die Option Multisurf. Für jeweils 10 Franken erhält man eine zusätzliche SIM-Karte, so dass man das Datenguthaben des OrangeMe-Abos auf verschiedenen Geräten nutzen kann. Sunrise bietet dies unter dem Namen Multicard für 5 Franken monatlich ebenfalls an. Allerdings nur bei den herkömmlichen Abos, bei Sunrsie24 ist Multicard nicht erlaubt.

Benutzerprofil weg: Eine Lösung für HP-Nutzer

Dieser Artikel ist etwas themenfremd, doch weil ich hoffe, dass er einigen Nutzern helfen kann, platziere ich ihn trotzdem.

Der Schock am Morgen: Man fährt den Computer hoch und nach dem Start von Windows 7 sind alle persönlichen Daten sind weg. Folgende Fehlermeldung erscheint: „Das lokale Benutzerprofil wurde nicht gefunden. Sie werden mit einem temporären Benutzerprofil angemeldet. Änderungen, die Sie am Benutzerprofil vornehmen, gehen bei der Abmeldung verloren.“

Noch vorhanden sind alle Programme, doch persönliche Daten, Einstellungen oder auch Mail-Clients fehlen.

Eine Google-Suche zeigt: Das Problem ist bekannt. Und vorweg eine gute Nachricht: In aller Regel lassen sich die Daten irgendwie wieder auftreiben.

Es gibt zwei Möglichkeiten beim Verlust eines persönlichen Profils:

Ein neues Benutzerkonto erstellen und die Daten dorthin kopieren oder in der Registry wüten. Ich habe die entsprechenden  Anleitungen aus einem Blog hier verlinkt.

Ich habe alles ausprobiert. Ich kam so an meine Daten, konnte sie sichern. Doch bei einem Neustart war alles wieder weg. Sehr mühsam und zeitaufwändig. Schliesslich habe ich aufgegeben und den PC neu aufgesetzt. Doch wenig später trat das Problem wieder auf.

Schliesslich  hat mich ein  Foreneintrag  auf die Lösung für mein Problem gebracht. Ich verwende einen HP Computer. Vorinstalliert ist unter anderem ein Programm namens Simplepass. Dieses führt zu Problemen. Ich konnte das Programm deinstallieren (im temporären Profil) und nach einem Neustart war alles wieder da.

Also wichtig für HP-Nutzer: Bevor ich Euch die grosse Arbeit macht, entnervt alles neu aufzusetzen  – deinstalliert die HP SimplePass Software. (Systemsteuerung/Programme/Programme deinstallieren). Sie sperrt fälschlicherweise das Profil. Oder wenn Ihr es nicht ganz deinstallieren wollt, geht laut einem anderen Nutzer auch dies:

“Start” klicken
=> bei Programme/Datein durchsuchen “Dienste” eingeben
=> Reiter “Standart” klicken
=> das Programm “True Suite Service” doppelklicken
=> Starttyp auf deaktiviert ändern, auf übernehmen klicken
=> Alles schliessen, neu Starten.

Ich habe im Netz nur sehr wenige Hinweise auf diese Lösung gefunden und habe mich deshalb entscheiden, diesen Artikel für meinen Blog zu verfassen. Ich war auch schon oft froh um Hilfe von anderen NutzerInnen.

Sunrise24: Geschwindigkeit doch limitiert – ab 300 MB Daten pro Tag

Sunrise bewirbt Sunrise24 mit „superschnellem Surfen“. Im Kleingedruckten wird klar, die Geschwindigkeit ist auf 7.2 Mbit/Sekunde beschränkt. Doch auch mit dieser Geschwindigkeit dürfen Kunden nicht sicher rechnen. Ein Blogleser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass bei Sunrise24 einen so genannten Daycap gibt. Das bedeutet: Wer mehr als 300 MB Daten mit Sunrise24 nutzt, bei dem wird die Geschwindigkeit auf ein Minimum reduziert. Sunrise hat mir das bestätigt. Die Begründung: Ein durchschnittlicher Nutzer verbrauche so viel in einem ganzen Monat. Man passe die Fair Usage Policy laufend dem sich verändernden Nutzungsverhalten an.

Für Vielnutzer bedeutet dies eine  Einschränkung. Zwar ist am nächsten Tag die Geschwindigkeit wieder da – aber eben wieder nur, bis 300 MB Datenvolumen verbraucht sind.

Natel Easy Smart: Swisscom lanciert neuen Prepaid-Tarif

Nachdem nun vor allem die Flatrates ein Thema waren, lanciert die Swisscom nun per 1.10. einen Prepaid-Tarif lanciert um auch Wenignutzern entgegen zu kommen. Natel Easy Smart soll der „kundenfreundlichste Prepaid Tarif der Schweiz“ sein. Dies weil es ein Kostendach gibt und Kunden nur für jene Dienste zahlen, die sie beanspruchen.

Die Tarife sind jedoch je nach Anrufverhalten nicht sehr attraktiv: Die Gesprächsminute kostet 60 Rappen, abgerechnet wird im Sekundentakt. Die 60 Rappen sind aber zugleich das Kostendach pro Stunde. Das heisst also: Wer lange oder ganz kurze Anrufe tätigt, fährt recht gut. Doch wer durchschnittlich rund 1 Minute lang  telefoniert, zahlt viel. Zum Vergleich: Bei den günstigen Prepaid-Tarifen von Aldi oder MBudget liegt der Minutentarif in alle Netze bei 34 bzw 28 Rappen pro Minute. Ähnlich bei den SMS: 15 Rappen pro SMS sind relativ teuer, andere Prepaid-Anbieter verlangen 10 Rappen. Wer jedoch mehr als 13 SMS versendet pro Tag, profitiert vom Kostendach von 2 Franken pro Tag. Und wer surft, zahlt dafür ebenfalls 2 Franken pro Tag. Die Surfgeschwindigkeit beträgt dabei 1 MB/s. Alles in allem finde ich den neuen Tarif recht komplex. Aber schauen wir uns konkrete Nutzer an:

Der Wenig-Nutzer: Schreibt pro Tag 3 SMS, macht einen Anruf von 1 Minute und surft jeden 2. Tag mit dem Smartphone.

Er zahlt pro Monat (30 Tage) 61.50 Franken. Löst er die neue Datenoption 100 MB dazu (Fr. 9.-/30 Tage), sind es noch Fr. 40.50. Zum Vergleich: Bei Coop Mobile wäre er mit Fr. 27.90 davon gekommen, bei Aldi-Mobile  mit 29.10 Franken. Bei diesen Anbietern  gilt eine Obergrenze für das Datenvolumen von 300 bzw 500 MB pro Monat, dies jedoch ohne Geschwindigkeitsbeschränkung auf 1 MB/s.

Der Durchschnitts-bis Vielnutzer: Schreibt pro Tag 15 SMS, macht 5 längere Anrufe (über 1 Minute), surft täglich. Er profitiert vom Kostendach und zahlt pro Tag Fr.2.- für SMS, Fr. 2.- fürs Surfen und Fr. 3.- für Anrufe. Bei 30 Tagen ergibt das immerhin Fr. 210.-.  Auch mit der kaum ausreichenden Datenoption 100 MB müsste der Nutzer noch rund 160 Franken zahlen. Viel zu viel!

Fazit: Weil die Flatrates deutlich günstiger geworden sind in den letzten Wochen, lohnen sich die Prepaid-Tarife für Vielnutzer kaum noch. Und Wenignutzer fahren mit anderen Prepaid-Angeboten deutlich günstiger.

Dies gilt für Nutzer, die alle Dienstleistungen beziehen. Jemand, der nur telefoniert und dabei vor allem sehr lange Anrufe tätigt, kann dagegen sehr gut fahren mit dem neuen Tarif. Wer zum Beispiel täglich 2 Stunden am Stück mit dem Schatz telefoniert, kommt mit 36 Franken monatlich davon. Bei MBudget Mobile  würde er dafür über 1000! Franken hinlegen.

Ergänzung: Ein Blogleser hat mich noch darauf hingewiesen, dass es auch bei dieser Annahme günstigere Anbieter gäbe. Coop Mobile und Aldi Mobile zum Beispiel ermöglich kostenlose Anrufe wenn Anrufer und Anrufempfänger im gleichen Netz telefonieren.

Neues Online-Abo Sunrise24

Angekündigt war es auf September: das neue Abo Sunrise24. Inzwischen ist die Website online und die Eckdaten bekannt. Für gerade mal 49 Franken gibt es bei Sunrise bald eine Flatrate, die Anrufe in alle Schweizer Netze, SMS, MMS und schnelles Surfen  (begrenzt auf 7,2 mbit/s) erlaubt. Und das für 49 Franken! Das Angebot zielt natürlich auf Swisscoms Infinity. Dort zahlt man 99 Franken monatlich für die gleiche Geschwindigkeit, für 59 Franken gibt es gerade mal 0.2 Mbit/s. Erstaunlich beim neuen 24-Angebot: Sunrise hat bereits eine Flatrate mit diesem Profil – allerdings zu einem höheren Preis. Sies kostet 90 Franken mit Handy und 75 Franken ohne. Beim neuen Angebot Sunrise24 gibt’s kein Handy dazu. Es ist auch nur online buchbar und man darf nicht mit Support im Shop rechnen. Gibt es Probleme, muss man auf eine kostenpflichtige Hotline (laut Blick 1.50 Franken pro Minute) anrufen. Das tönt nicht nach sehr viel. Aber meine eigene Erfahrung hat mir schon gezeigt, dass man bei der Sunrise-Hotline manchmal seeeehr lange warten muss  (siehe Artikel). Und man zahlt bereits für die Zeit in der Warteschlaufe. Liegt also etwas im Argen und es herrscht Grossandrang bei der Hotline, kostet dies schnell zwei Monatsgebühren. Abgesehen davon, die Kunden zweiter Klasse erhalten nur Unterstützung von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr. Weitere Einschränkungen: Zusatzangebote wie die Auslandoptionen oder auch Multi-SIM werden nicht angeboten, VoIP und Tethering sind nicht erwünscht.

Schwer nachvollziehbar ist zudem: Sunrise-Kunden können nicht ohne weiteres zum neuen Angebot wechseln. Die Kündigungsfristen müssen eingehalten werden bzw. es braucht einen Neuabschluss. Zudem ist es für Sunrise-Kunden nicht möglich, die Nummer mitzunehmen, während Orange- und Swisscom-Kunden dies dürfen. Man zielt also vor allem auf Kunden der anderen Anbieter.

Trotzdem, alles in allem sicher ein attraktives Angebot. Jetzt bin ich mal gespannt, ob und wann Orange sich etwas einfallen lässt. Immerhin gibts derzeit das vergleichbare Abo 21 Franken günstiger als üblich, aber immer noch doppelt so teuer wie bei Sunrise.

Alles inklusive bei Infinity – aber Unterschiede bei Geschwindigkeit

Nun präsentiert auch die Swisscom neue Handyabos. Das Gute vorweg: Die idiotischen Stundentarife gehören der Vergangenheit an ebenso die unterschiedlichen Kosten für eigene und fremde Netze.

Unter dem Namen infinity (Hinweis zum Link, für Übersicht nach unten scrollen) sind 5 Varianten erhältlich, von XS (59 Franken) bis XL (169 Franken). Der Ansatz der Swisscom ist neu. Anders als etwa bei Sunrise wird es nicht teurer, je mehr Inklusivleistung man beansprucht. Der Preis für Leistungen in der Schweiz hängt nur noch von der Geschwindigkeit ab. Alle Abos enthalten unlimitierte SMS und unlimitierte Anrufe in alle Schweizer Netze, sogar infnity XS. Das grosse ABER: Daten sind zwar auch unlimitiert enthalten (keine Geschwindigkeitsreduktionen mehr), aber bei XS gilt ein Daten-Download von gerade mal 0.2 Mbit/s, Upload 0,1 Mbit/s. Dies sei gut, um Emails ohne Anhänge zu empfangen und zu versenden, heisst es im Produktebeschrieb. Faktisch ist dieses Abo für die Nutzung des mobilen Internets nicht geeignet.

Für 75 Franken (Inifity S) gibt es immerhin 1Mbit/s, 0.5 Mbit/s. Dies ist aber immer noch deutlich weniger, als Swisscom-Kunden heute haben. Ein gewöhnlicher Kunde surft laut Swisscom mit maximal 7,2 Mbit/s. Bei M bekommt man  für 99 Franken eben diese 7.2 Mbit/s, 1 Mbit/s und bei L gibt es für 129 Franken 21 Mbit/s, 2 Mbit/s. Infinity XL kostet 169 Franken und ab 2013  soll es Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/s, 10 Mbit/s geben, bis dahin 42 Mbit/s, 4 Mbit/s. Zu beachten ist, dass dies Höchstgeschwindigkeiten sind, die nicht überall erreicht werden. 42 Mbit/s soll es bislang an 500 Standorten geben.  LTE (100 Mbit/s) bietet die Swisscom ab 2013 vorerst in 12 Städen und sieben Tourismusregionen. Kommt hinzu, dass man LTE nur mit einem LTE-fähigen Gerät nutzen kann und davon gibt es noch nicht viele.

Ab dem Abo M sind zudem noch Auslandleistungen enthalten.

Mein Fazit: Die neuen Abos enthalten sehr viel, aber um richtig surfen zu können (Youtube, Musik Streaming) und den Status Quo zu halten, braucht man wohl mindestens das Abo M für 99 Franken pro Monat und das scheint mir nun doch schon wieder arg teuer. Vermutlich will man den Wegfall der Einnahmen von Internetdiensten wie Whatsapp so kompensieren. Doch Wenignutzer oder Leute, die vor allem Surfen wollen, werden sich mit den teuren Abos wohl nur bedingt anfreunden können. Bisherige Kunden können ihren alten Preisplan beibehalten, für Neukunden sind die älteren Abos nicht mehr offiziell erhältlich, aber laut Swisscom auf Anfrage noch verfügbar.

Vielnutzer dagegen können profitieren. Für 129 Franken (infinity L) erhalten Sie deutlich mehr als zum Beispiel bei Sunrise mit flat4 für 125 Franken. Dort wird nach 1 GB Datenverbrauch die Geschwindigkeit reduziert und Anrufe, SMS oder Internet im Ausland sind auch nicht enthalten.

Übrigens: Die Abos sind erst ab 25.6. erhältlich.

Optionen bei Sunrise: Unübersichtlich

Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Abos hat Sunrise auch seine Optionen angepasst.

Allerdings sind diese  recht verwirrlich.

Nehmen wir das Beispiel Datenroaming. Künftig kostet Datenroaming im Ausland 1 Franken/MB. Aber nur für alle jene, die ein neues Abo haben. Bisherige Kunden müssen, um von dem günstigeren Datenroaming profitieren zu können, weiterhin die Option Roaming für 5 Franken/Monat buchen.

Die Option lässt sich auch mit den neuen Abos buchen, allerdings hat dies dann keinen Einfluss auf die Datenroaming-Preise sondern nur noch auf die Roaming-Kosten für Gespräche. Weshalb ältere Kunden schlechter gestellt werden, bleibt unklar.

Ähnlich unübersichtlich scheint mir die Lösung, um an zusätzliches Datenvolumen zu kommen. Besitzt man ein Abo Sunrise flat 4, 6 oder 7., kann man ab 21. Juni zur Datenflat (1GB) ein weites GB Full Speed pro Monat dazubuchen. Das kostet 10 Franken. Nach 2 GB /Monat ist jedoch Schluss. Weiteres Datenvolumen zur vollen Geschwindigkeit lässt sich ausgerechnet bei diesen Abos für Vielnutzer nicht dazu buchen.

Bei den flex-Tarifen sowie bei Sunrise flat1 und flat2 haben die Kunden etwas mehr Möglichkeiten. Es gbt die Option data 1 (1 GB für 10 Franken) sowie dataflat4 (4 GB für 30 Franken). Diese Angebote gelten aber explizit nicht für Sunrise flat 4, 6 und 7. Die Wenignutzer können also bis 4 GB Daten zur vollen Geschwindigkeit dazubuchen, während für Vielnutzer bei 2 GB Schluss ist. Ganz logisch find ich das nicht.

Sunrise wieder mit neuer Abo-Palette: SMS nun inklusive

Es scheint fast, als ob sich Sunrise meine (und auch die anderer) Kritik zu Herzen genommen hat. Ab 27. Mai gibt es neue Abos, die endlich auch  SMS und MMS enthalten. 15 Rappen wie bisher sind einfach viel zu teuer, vor allem wenn man weiss, dass Dienste wie WahtsApp kostenlose Nachrichten ermöglichen.

Das günstigste Flat-Abo, Sunflatat 1, ermöglicht weiterhin unlimitierte Anrufe in das Sunrise Mobilfunknetz, ein Datenvolumen in Höhe von 500MB  und neu beliebig viele SMS und MMS.

Wermutstropfen: Bisher kostete Sunflat1 mit Handy 40 Franken, neu sind es 45 Franken. Dafür ist Sunflat1 künftig auch ohne Handy erhältlich, für 30 Franken pro Monat.

Eine weitere Neuerungen: Es gibt drei Flatrate-Abos für die Schweiz und zwei für die Schweiz und das Ausland.  Sunflat2 und 4 sind ohne Handy gleich teuer wie bisher, mit Handy 5 bzw. 10 Franken teuer als bisher. Neu enthalten ist die SMS-Flat und bei Sunflat4 auch eine Internet-Flat (1GB). Sunflat3 gibt es nicht mehr. Auch Sunflat5 wurde gestrichen.

Sunflat 6 wurde ohne Abo gar 10 Franken günstiger. Neu geschaffen wird ab 21.6. Sunflat 7 mit Anrufen in alle Schweizer Netze, in 15 Länder bis 200 Minuten, einer Internet-Flat (1GB) und neu einer Roaming-Flat (100 MB). Allerdings ist dieses Abo mit 200 Franken monatlich sehr teuer.

Ebenfalls im Kern erhalten bleiben die Sunrise flex-Angebote. Neu ist hier ebenfalls, dass neben Daten und Inklusivminuten SMS enthalten sind (40 bei 40 Flex, 100 bei 100Flex, 250 bei 250 Flex). Auch hier wurden die Angebote mit Handy teils leicht teurer, ohne Handy dafür teils etwas günstiger.

Für all jene die häufig im Ausland sind zudem eine gute Nachricht: Das Datenroaming wird günstiger und kostet künftig in Europa noch 1 Franken pro MB. Heute sind es ohne Option 15 Franken.

Fazit: Sunrise hat endlich realisiert, dass zu einer Flat auch SMS gehören. Durch die Erhöhungen der Grundgebühren, wird es für die Kunden zwar nicht unbedingt günstiger, doch das Angebot ist etwas transparenter. Das ist zu begrüssen. Auch die deutliche Senkung der Datenroaming-Kosten ist für Kunden positiv. Dafür ist die so genannte Surfflat nicht viel wert, da bereits ab 1 GB die Bandbreite reduziert wird. Wer ausschliesslich mobiles Internet nutzt, kommt bei Sunrise nicht weit. Er muss wohl oder übel   die Option data flat4 buchen und so nochmals 4 GB dazugewinnen. Das verteuert das Abo um 30 Franken monatlich. Die Option kommt erst zum Tragen, wenn das Guthaben des Abos aufgebraucht ist.

Die neuen Abos gibt es für Neukunden oder bei einer Vertragsverlängerung. Die bisherigen Abos (auch Zero) sind weiterhin erhältlich und bleiben für viele Nutzer auch weiterhin günstiger.

Was haltet Ihr von den neuen Abos?

Übrigens, da ich noch keinen Link zu den neuen Tarifen gefunden habe, habe ich die Preisübersicht als Bild eingefügt, sobald ein Link verfügbar ist, liefere ich ihn nach.

Surfen mit dem Tablet – ohne Zusatzabo

Die Telecom-Anbieter versuchen Tablet-Nutzer mit teuren Spezial-Abos an sich zu binden. So empfiehlt Orange Nutzern des Apple-Tablets Internet Everywhere für iPad – für 29 Franken gibt es zum Beispiel 1 GB Datenvolumen. Dabei könnten Tablet-Nutzer problemlos OrangeMe (ohne subventioniertes Gerät) nutzen: für 15 Franken monatlich gibt es ebenfalls 1 GB. Doch selbst diese Variante ist nicht nötig, wenn man bereits ein Handyabo mit ausreichend Datenvolumen besitzt. Es gibt zwei Möglichkeiten das Datenvolumen des Handyabos mit geringen oder gar ohne Mehrkosten zu nutzen:

Sunrise-Kunden können sich für 5 Franken pro Monat zusätzliche SIM-Karten mit gleicher Nummer kaufen. Damit lässt sich das Guthaben des Handyabos mitnutzen. Bis zu fünf Geräte können gleichzeitig aktiv sein, telefonieren lässt sich jedoch jeweils nur mit einem. Swisscom und Orange bieten Multi-SIM unter dem Titel «Zusatzkarte» für 10 Franken sowie «Twin Card» für 9 Franken monatlich an. Nachteil: Die Geräte lassen sich nicht gleichzeitig nutzen.  (Darüber habe ich früher schon berichtet).

Noch günstiger lässt sich das Datenvolumen des Mobiltelefons  mittels Tethering anzapfen. Das bedeutet,  dass man das Smartphone mit einem Tablet oder Laptop verbindet und diesem so eine Internetverbindung ermöglicht. Das Mobiltelefon übernimmt dann die Rolle eines Modems. Die Vorgehensweise ist je nach Smartphone unterschiedlich. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen zu den wichtigsten Geräten. Hier zum Beispiel für das iPhone: youtube-Video.

Mit «Tethering» kann man selbst Tablets, die nur über WLAN verfügen, zum Surfen unterwegs nutzen. Orange und Swisscom geben an, Tethering stehe ohne Zusatzkosten und Einschränkungen zur Verfügung. Anders Sunrise: Laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist Tethering verboten. Die Nachfrage nach den Konsequenzen blieb jedoch ohne Antwort. Es hiess lediglich Sunrise habe diese Einschränkung vorgenommen, da sie die Qualität beim Tethering nicht gewährleisten könne. Ich weiss jedoch von Abonennten, die dies trotzdem ohne Probleme nutzen.