Die neuen Prepaid-iPad-Tarife von Sunrise

Sunrise hat neue Datenpläne ohne Vertragsbindung für iPad-Nutzer lanciert. Unter dem Namen Take Away Prepaid Dayflat  lässt sich für 5 Franken pro Tag surfen. Speziell für das iPad gibt es zudem Surf-Optionen  mit einer monatlichen Grundgebühr und Inklusiv-Datenvolumen –  wohl in Anlehnung an das Angebot Natel Data Easy Flex der Swisscom. Für 15 Franken gibt es bei Sunrise 500 MB, für 19 Franken 1GB Daten. Bei der Swisscom dagegen sind für 19 Franken nur gerade 300 MB, für 39 Franken 2 GB inbegriffen.

Was einige Nutzer verwirrt: Anders als bei sonstigem Prepaid-Guthaben steht das gekaufte Datenguthaben nur während 30 Tagen zur Verfügung, danach verfällt es und die Option wird automatisch erneut berechnet. Deshalb bringt es nichts, Datenvolumen auf Vorrat zu kaufen. Man sollte nur jene Datenmenge „bestellen“, die man realistischerweise braucht. Oder anders gesagt: Wenn man mal einen Monat nicht online gehen will, sollte man die Option stoppen.

Bei Sunrise ist dies möglich mittels einer Kurzmitteilung mit dem Inhalt „Text 500MB STOP“ bzw „Text 1GB STOP“an die Nummer 5522.

connect-Netztest: Nur befriedigend für Sunrise

Ich vergleiche in meinen Blog-Beiträgen oft Tarife und da kommt Sunrise in der Regel recht gut weg. Aber die Kosten sind natürlich nur die eine Seite. Entscheidend ist für den Nutzer auch, ob die Dienstleistung  erbracht wird. Und da läuft es bei Sunrise nicht wunschgemäss. Dies belegt ein Netztest, den die Zeitschrift Connect in der Schweiz und Österreich durchgeführt hat.

Um das Resultat vorweg zu nehmen: Von den sieben Anbietern (3 in der Schweiz, 4 in Österreich) war Sunrise die einzige, die im Netztest nur das Urteil „befriedigend“ erhielt (340 von 500 möglichen Punkten). Dies nachdem Sunrise noch vor zwei Jahren mit dem connect-Test werben konnte (damals „sehr gut“  mit 428 von 500 Punkten). Schwächen zeigte Sunrise fast überall, sowohl beim Telefonieren als auch bei den mit Smartphones erzielten Datenraten. So halten die Tester zum Beispiel fest: „Eingebrochen ist der Anbieter Sunrise, bei dem 4.4 Prozent der gemessenen Gespräche nicht erfolgreich beendet werden konnte.“ Oder: „Ein Drittel der Messungen bei Sunrise lag unter der häufig als für den Surfspass kritisch erachteten Grenze von 1Mbit/s (bezieht sich auf Datenraten in den Städten).  Auf dem Land sieht es noch kritischer aus.

Weshalb konnte Sunrise nicht mehr punkten? Meine Vermutung: Man hat einfach zu wenig investiert. Dass es nämlich auch anders geht, zeigt Orange. Im Vorjahr mit 279 Punkten nur mit ausreichend benotet, gelang in diesem Jahr eine Steigerung auf 386 Punkte (Urteil gut). Orange hält denn in einer Mitteilung denn auch  fest, das Resultat zeige, dass sich die Investitionen von 700 Mio. Franken für die Modernisierung und den Ausbau des Netzes für die Kunden auszahlten.

Übrigens: Auf Platz 1 bleibt die Swisscom mit dem Urteil „sehr gut“, aber zwei der österreichischen Anbieter erzielten noch deutlich bessere Werte als die Swisscom.

Neue Mobile-Unlimited-Tarife bei der Swisscom im Konkurrenzvergleich

Die Swisscom passt per1. Dezember 2011 die Mobile Unlimited-Abos für das mobile Surfen und das Arbeiten mit Laptop oder Tablet unterwegs an.

Neu gelten folgende Tarife:

  • NATEL data start kostet  19 Franken pro Monat, beinhaltet 500 MB und ist ohne Mindestvertragslaufzeit erhältlich.
  • NATEL data plus  kostet  49 Franken pro Monat und beinhaltet 5 GB.
  • NATEL data premium kostet 85 Franken pro Monat und beinhaltet 10 GB. Es bietet eine besonders schnelle Datenverbindung mit bis zu 42 Mbit/s.

Sind die Datenpakete aufgebraucht, können für  19  Franken 500 MB und für 49 Franken 5 GB  dazugebucht werden. Auf Kosten der neuen Tarife verschwindet das  Angebot namens Natel data flat, das es für 59 Franken gab. Inbegriffen waren 10 GB, danach wurde die Geschwindigkeit reduziert.  Wer heute 10 GB Datenvolumen will, zahlt bei der Swisscom mindestens 85 Franken (data premium).

Doch wie stehen die neuen Swisscom-Abos im Vergleich zur Konkurrenz da?

Bei Sunrise heisst das vergleichbare Angebot Take Away, bei Orange Internet Everywhere. Take Away Basic von Sunrise und Everywhere Day von Orange kosten 10 Franken monatlich plus 3.50 Franken pro Nutzungs-Tag. Die Volumen-Obergrenze liegt bei Sunrise bei 500 MB pro Tag oder  10 GB pro Monat, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Bei Orange liegt die Obergrenze bei monatlich 5 GB. Nach Erreichen dieser Grenzen wird bei beiden Anbietern die Bandbreite reduziert.   Der Wenig-Nutzer muss sich also die Frage stellen, ob er lieber täglich surft, aber kaum Daten-Volumen braucht. Dann ist Swisscom Natel data start günstiger. Surft er dagegen nur ein bis zwei Tage monatlich, will aber an diesen Tagen mehr Datenvolumen nutzen, sind Sunrise und Orange günstiger. Orange führt zudem ein Angebot namens Internet Everywhere One für 29 Franken mit einer monatlichen Volumen-Obergrenze von 1GB. Dies ist eine gute Lösung für jene, die mehr als 500 MB brauchen, aber weniger als 1 GB.

Take Away Max, Internet Everywhere Max  und Natel data plus sind mit 49 Franken genau gleich teuer. Der Unterschied: bei der Swisscom gibt es nur 5 GB monatlich, danach muss der Kunde für zusätzliche Datenpakete zahlen. Bei Orange erhält der Kunde 5 GB und bei Sunrise 10 GB monatlich oder 500 MB pro Tag. Wer mehr braucht, kann nur noch mit reduzierter Bandbreite arbeiten. Will man also stets über schnelles Internet verfügen, ist dies ein Nachteil.

Ein mit Natel data premium vergleichbares Produkt führen Sunrise und Orange nicht.

Sunrise go Dayflat: Datenflatrate mit tiefer Geschwindigkeit

Nicht nur Abokunden, auch Prepaid-Nutzer finden immer mehr Angebote, um mit ihrem Handy zu surfen. Neu bietet Sunrise für go Dayflat-Kunden eine Datenflatrate. Für 1 Farnken pro Nutzungstag können Kunden beliebig lange im Internet surfen, E-Mails versenden und empfangen.  Mit dem neuen Angebot ist Sunrise günstiger als andere Prepaid-Surf-Angebote im Tagestarif.  Die Swisscom zum Beispiel verlangt für NATEL® Easy BeFree 4 Franken für’s Surfen pro Nutzungstag, bei Orange kostet die Option „Mobile Internet Day“ zu Prepay-Angeboten 2 Franken pro Tag.

Allerdings gilt es zu beachten: Die Kunden surfen mit einer Geschwindigkeit von 256 kbit/ Sekunde. Dies entspricht der Geschwindigkeit, die man mit EDGE erreicht. Das Laden von grösseren Datenmengen ist so äusserst mühsam. zum Vergleich: Möglich wären zum Beispiel mit HSPA 7.2 mbit/Sekunde. Deshalb ist dieses Angebot nur bedingt zu empfehlen. Als Alternative gibt es die Möglichkeit, die Datenoption Sunrise surf zu lösen für CHF 7.50 pro Monat mit 250MB Datenvolumen inklusive. Hier gibt es keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Und wer mehr als 7 Tage pro Monat surft, fährt damit ohnehin besser.

Wer sich trotzdem für die go Dayflat-Datenrate entscheidet, kann diese per SMS mit „DATAFLAT“ an 5522 bestellen.

Änderung bei der Fair-Usage-Klausel von Sunrise Take Away

Die Fair-Usage-Klausel bei den Take Away-Produkten gibt es ja schon länger und auch andere Anbieter kennen sie. Nun hat mich jedoch jemand darauf hingewiesen, dass es seit kurzem eine Ergänzung zur bisherigen Klausel gibt, die eine Reduktion der Bandbreite bei einer Überschreitung der Datenmenge von 10 GB pro Monat vorsieht. Neu steht auf der Sunrise-Homepage, dass bereits gedrosselt wird, wenn an einem Tag 500 MB überschritten werden. Ich habe noch keine Antwort erhalten von Sunrise, wann die Ergänzung eingeführt wurde, aber lange kann es noch nicht her sein. Ich schätze aufgrund der Werbung, die ich zu Take Away gefunden habe, etwa im Mai dieses Jahres. Selbst auf der Sunrise-Homepage sind die Hinweis-Klauseln (Rechtliche und allgemeine Hinweise) noch nicht alle angepasst.

Die 500 MB pro Tag gelten für alle Take Away Produkte. Gerade für jene, die ein max Abo haben, das unlimitiertes Surfen verspricht, sind die zusätzlichen Einschränkungen ärgerlich. Konkret heisst das: ist die 500 MB-Grenze an einem Tag erreicht, wird gedrosselt. Am nächsten Tag soll dann wieder die volle  Geschwindigkeit zur Verfügung stehen. Gleiches gilt, wenn 10 GB innert eines Monats verbraucht werden, dann gilt die Reduktion bis der nächste Monat beginnt.

Roaming-Gebühren sparen dank ausländischer SIM-Karte

Egal ob mit oder ohne Option für das Ausland: Das Handy in den Ferien zu brauchen, wird teuer. Der Grund sind die noch immer überrissenen Roaming-Gebühren, welche die Schweizer Anbieter verlangen. Umgehen kann man dies jedoch, wenn man sich eine Prepaid-SIM-Karte eines ausländischen Anbieters kauft. Meist sind die Anrufe, vor allem aber das mobile Surfen massiv günstiger. Ich habe einige Angebote beliebter Ferienländer zusammengestellt, die Anrufe und mobiles Surfen ermöglichen. Es gibt auch Angebote nur für mobiles Surfen, die noch günstiger sind. Infos dazu gibt es beispielsweise auf dem Wiki „Pay as you go sim with data„.

Meist ist der Erwerb der SIM-Karten relativ einfach, es kann jedoch ein paar Tage dauern, bis die Karte aktiviert wird. Deshalb kann es sich lohnen, die SIM-Karten im voraus z.B. auf Ebay zu ersteigern. Bei andern Anbietern, so in Deutschland oder Österreich, kann man gleich loslegen.

Was man jedoch beachten muss: Das Telefon darf über keinen SIM-lock verfügen. Falls das Telefon einen SIM-lock hat, das Gerät aber schon über 2 Jahre alt ist, kann man diesen beim Anbieter auflösen lassen.

Ebenfalls wichtig: Bucht man per SMS eine Datenoption, muss man warten, bis diese aktiviert wird. Ansonsten surft man zu einem deutlich teureren Tarif und das Prepaid-Guthaben ist weg, bevor man richtig losgelegt hat.

Und nun: viel Spass im Urlaub!

Österreich

Anbieter: Hofer, yesss (Orange)

Wo kaufen:  Filialen der Warenhauskette Hofer (Aldi Österreich)

Kosten SIM-Karte: 9.98 Euro

Tarife:  Telefonie ab 6,8 Cent/Minute,  Internet 100 MB für 3 Euro beim Angebot „diskont handyfonieren“ oder 1 GB (Grundoption) bzw 1.5 GB (Poweroption) inklusive bei „diskont surfen“. Je 1 Monat gültig. Zusätzliches Datenvolumen kostet 20 Euro.

Weitere Infos: www.yesss.at

Deutschland

Anbieter: Fonic

Wo kaufen:  Filialen diverser Drogeriemärkte wie dm oder  Müller

Kosten SIM-Karte: 9.95 Euro

Tarife: Telefonie ab 9 Cent, Internet mit Handy Internet-Flatrate (bestellen per SMS):  im 1. Monat kostenlos, danach 9.95 Franken, monatlich buchbar, unbegrenztes Volumen, Geschwindigkeit ab 500 MB gedrosselt

Weitere Infos:  www.fonic.de

Italien

Anbieter:  Telekom Italia Mobile TIM

Wo kaufen:  Providershop in Warenhäusern

Kosten SIM-Karte: 10 Euro

Tarife:  Telefonie ab 12 Cent, Internet mit Option TIMxSmartphone (bestellen per SMS):  2 Euro pro Woche, 250 MB pro Woche

Besonderes: Beim Kauf eines SIM-Karte ist eine italienische Steuernummer nötig, diese können die Verkaufsshops mittels eines Tools erstellen. Nach dem Buchen der Surfoptionen muss mit einer Wartezeit von etwa 12 Stunden gerechnet werden.

Weitere Infos: www.tim.it

Frankreich

Anbieter:  Orange/ Mobicarte

Wo kaufen:  Orangeshops in Warenhäusern

Kosten SIM-Karte: ab 7.90 Euro (Internet)

Tarife: Telefonie ab 50 Cent, Internet mit Option Internet max: entweder 7 Euro pro Woche oder 9 Euro pro Monat (verlängert sich automatisch wenn nicht gekündigt)

Besonderes: Beim Kauf einer SIM-Karte sind ein Personalausweis und eine französische Adresse nötig (kann auch Hotel sein). Es kann mehrere Tage dauern, bis die Karte freigeschaltet wird, lohnt sich also nur bei längeren oder wiederkehrenden Aufenthalten. SMTP/IMAP/POP3 kosten extra.

Weitere Infos: www.orange.fr

Niederlande

Anbieter:  Vodafone

Wo kaufen:  Anbietershops, zum Beispiel in AH-Supermärkten

Kosten SIM-Karte: 10 Euro

Tarife: Telefonie ab 29 Cents pro Minute, Internet Option Internet Basis, für 9.50  Euro pro Monat, enthält  250 MB Daten oder Smartphone Blox, für 14.50 Euro pro Monat, enthält 1 GB Daten (bestellen per SMS). Aktuell gibt es die Optionen zum halben Preis.

Weitere Infos: www.vodafone.nl

Grossbritannien

Anbieter: T-Mobile UK

Wo kaufen:  T-Mobile Shops

Kosten SIM-Karte: kostenlos erhältlich

Tarife:  Telefonie ab 20 Pence/Minute, Internet £1/Tag , mit Option (bestellen per SMS) für 5 nur £2.50, für 30 Tage £5, maximal 500 MB pro Tag

Weitere Infos: www.t-mobile.co.uk/

Griechenland

Anbieter: Vodafone

Wo kaufen:  Anbieter-Shops

Kosten SIM-Karte: 5 Euro

Tarife: Telefonie ab  37 Cents/Minute, Internet mit Option „Surf & Email“ (aktivieren per Anruf an 1286), 3 Euro für 60 MB, 7 Euro für 200 MB, zu verbrauchen innert eines Monats

Weitere Infos:  www.vodafone.gr

Türkei

Anbieter: Türkcell / Hazir Kard

Wo kaufen:  Diverse Shops

Kosten SIM-Karte: 32 Türkische Lira

Tarife: Telefonie nicht bekannt, Internet mit Option (bestellen per SMS an 2400, Text AYLIK 1 GB und eigene Rufnummer) für 29 Lira gibt es 1 GB zum Verbrauch innert eines Monats.

Besonders: Wer länger als 30 Tage im Land bleibt, muss das mitgebrachte Handy oder den Surfstick in einem Türkcell-Shop registrieren lassen, sonst sperren die türkischen Netzbetreiber das Gerät nach spätestens 30 Tagen aus ihren Netzen aus.

Weitere Infos: www.turkcell.com.tr/anasayfa (türkisch)

USA

Anbieter: AT&T

Wo kaufen:  Anbieter- Shops

Kosten SIM-Karte: meist kostenlos, wenn man Guthaben lädt

Tarife: Telefonie: Preisplan Smartphone $2/day Unlimited Talk &Text wählen, dann sind für 2 Dollar pro Nutzungstag Inlandgespräche und SMS inbegriffen, Internet „Data Feature Packages“ buchen, 15 Dollar für 100 MB, 25 Dollar für 500 MB, 1 Monat gültig

Besonders: Hoteladresse und amerikanische Kreditkarte nötig, gemäss Nutzerberichten nicht erhältlich für iPhone und Blackberry

Weitere Infos: www.att.com

Ergänzungen und Erfahrungen werden gerne entgegen genommen.

Grundgebühr sparen dank Take Away Basic libero

Ich habe bereits einmal darüber geschrieben: Wer  das Sunrise Angebot Take Away Basic (10 Franken pro Monat, 3.50 Franken pro Nutzungstag) schon länger nutzt, muss keine Grundgebühr mehr zahlen. Sunrise schreibt offenbar bei auslaufenden Verträgen öfters Kunden an und bietet ihnen zu gleichen Konditionen, aber ohne monatliche Grundgebühr, Take Away Basic libero an. Wer kein Angebot von Sunrise erhält, sollte sich auf jeden Fall selbst melden und nach dem libero-Angebot fragen. 120 Franken pro Jahr sind doch eine rechte Einsparung.

Auch für Neukunden wird Take Away Basic von Zeit zu Zeit ohne Grundgebühr angeboten. Aktuell läuft gerade keine Aktion, doch gut möglich, dass gelegentlich wieder eine kommt. Wer weiss, vielleicht erhält man auf Nachfrage auch als Neukunde Take Away Basic libero. Eure Erfahrungen dazu würden mich interessieren.

Mobiles Surfen im Ausland: Sunrise teuer

Surfen mit dem Handy im Ausland war lange Zeit horrend teuer. Auch heute noch würde ich empfehlen, das Handy im Ausland nur im Notfall zum Surfen über das Mobilfunk-Netz zu benutzen oder aber eine SIM-Karte eines einheimischen Anbieters einzulegen. Doch immerhin bieten alle Anbieter seit einiger Zeit Optionen, die das Surfen ennet der Grenze für die Abokunden einigermassen bezahlbar machen.

Hier die Ausland-Surf-Angebote für Smartphone-Nutzer mit Abo der drei Anbieter

Bei der Swisscom können Abokunden die World Option Flex buchen. Eine einmalige Anmeldung reicht. Sie kostet 9 Franken pro Monat, wird jedoch nur verrechnet bei Gebrauch. In der Folge kostet dann das Surfen in der EU und Westeuropa 7 Franken pro Tag. Das Datenvolumen ist auf 10 MB limitiert. Ohne diese Option kostet die Nutzung ebenfalls 7 Franken täglich, enthalten sind jedoch nur 5 MB. Ist das Volumen aufgebraucht, wird ein neues Paket gelöst. Ein Vorteil: Nutzt man eine geringere Datenmenge, zahlt man auch weniger. Bis der Betrag des Tagespaketes erreicht ist, werden 30 Rp/30 kB verrechnet. Die Option ist nicht speziell für das Surfen, sondern allgemein für den Gebrauch des Handys im Ausland gedacht.

Orange dagegen hat spezielle Daten-Optionen für das Ausland lanciert. Orange rechnet bei der Option Travel Data Daily nach Nutzungstag ab. In Europa werden pro Nutzungstag 4 Franken verrechnet, inklusive sind jedoch nur 2 MB Datenvolumen. Jedes weitere MB kostet 2 Franken. 5 MB kämen also auf 10 Franken zu stehen und sind somit teurer als bei der Swisscom. Dafür wird die Option zumindest bei Mobile Me-Kunden automatisch aufgeschaltet und eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an. Bei einer höheren Nutzung kann der Kunde Travel Data Daily 10 MB oder gar 50 MB buchen für 10 bzw 25 Franken pro Tag buchen. Damit ist Orange bei höherem Datenverbrauch günstiger als die Swisscom. Möchte man mit der Swisscom-Option Flex an einem Tag 50 MB nutzen, kostet dies nach meinem Verständnis 44 Franken.

Bei Orange lassen sich auch Auslands-Datenpakete mit Monatsgebühren buchen (Travel Data). Für eine Monatsgebühr von 20 Franken gibt es 5 MB Datenvolumen. 50 MB kosten 100 Franken. Die Option Data Daily dürfte jedoch für die meisten Nutzer günstiger sein.

Sunrise kennt keine Abrechnung nach Tag, sondern nur nach Volumen. Mit der Option Global, die es für Abokunden für 9 Franken monatlich gibt, kostet das Surfen pro MB 4.40 Franken. 5 MB kämen somit bei Sunrise in Europa auf 22 Franken zu stehen – die Grundgebühr nicht mitgerechnet. Ohne Option kostet der Surfspass sogar 78 Franken.

Fazit:  Das Angebot von Sunrise ist noch viel zu teuer. Die Angebote von Orange und Swisscom sind etwas besser, wenn auch im Vergleich mit ausländischen Anbietern immer noch teuer. Die Deutsche Telekom zum Beispiel bietet ihren Kunden künftig Tagespakete mit 10 MB Daten für das Surfen im Ausland für 1.95 Euro an. 50 MB gibt es für 4.95 Euro. Und für 14,95 Euro gibt es eine Flatrate, die eine Woche gültig ist. Die kleine Einschränkung: Die Tarife gelten nur in Ländern, in denen die Telekom mit einer Tochtergesellschaft vertreten ist. Trotzdem, von solchen Tarifen können die Schweizer nur träumen.

Kunden 1. und 2. Klasse auch im Mobilfunk

Swisscom-Chef Carsten Schloter hat sich vor rund einer Woche in einem Interview mit der Handelszeitung zum Thema Netzverfügbarkeit im Mobilfunk-Bereich geäussert. Das Volumen im Mobilfunknetz hat sich aufgrund des Aufkommens von Smartphones und Tablet PCs in der bei der Swisscom 2010  laut Schloter vervierfacht. Als Folge davon, will die Swisscom unterschiedliche Klassen von Angeboten schaffen. Wer mehr zahlt, soll auch mehr Sicherheit und Gecschwindigkeit erhalten. Ähnlich wie bei der Festnetz-Internetnutzng soll der Kunde für jene Bandbreite zahlen, die er braucht (und hoffentlich auch erhält).

Bei der Swisscom heisst das: Für das Abo Natel Data Premium ( max Download 21.6 Mbit/s, max Upload 5.8 Mbit/s) zum Surfen mit dem Laptop im Mobilfunknetz zahlt der Kunde 85 Franken. Er ist dann nicht nur schneller unterwegs als mit einem Natel data flat Abo für 59 Franken (max Download 7,2 Mbit/s, max Upload 1 Mbit/s), sondern soll auch von optmierter Datenübertragung profitieren.  Schloter glaubt offenbar daran, dass sich das 2-Klassen-Modell durchsetzt. Es soll weitere Angebote im Bereich Mobilkommunikation geben, speziell für Leute, die das Mobilnetz beruflich nutzen und daher mehr Wert auf Verfügbarkeit und Sicherheit legen. Bleibt zu hoffen, dass die 2. Klass-Kunden dabei nicht ganz auf der Strecke bleiben.

Bundle-Angebote lohnen sich nicht immer

Heute möchte ich einen Blick auf die Bundle-Angebote werfen, die gerade in grossen Elektronikfachmärkten immer wieder zu finden sind. Ganz aktuell: Samsung Galaxy Tab P100 16 GB bei Saturn. Das Gerät ist ohne Abo für 699 Franken zu haben. Mit einem Take Away max XL – Abo von Sunrise noch für 49 Franken.

Doch was mir auffällt:  Kostet Sunrise Take Away max gewöhnlich, also ohne Gerät, 49 Franken pro Monat, wird in diesem Fall die monatliche Grundgebühr mit 79 Franken angegeben. Der einzige Unterschied ist das XL im Namen. Sonst ist alles genau gleich. Und wer die Rechnung macht findet schnell heraus: Es ist günstiger, das Tablet ohne Take Away max XL zu kaufen und das Abo einzeln abzuschliessen. Die Mehrkosten für das XL-Abo betragen bei der 2jährigen Vertragslaufzeit insgesamt 720 Franken (24 x 30 Franken). Also einiges mehr, als man mit dem Bundle einspart (650 Franken). Zudem fragt man sich: Was geschieht, wenn die zwei Jahre um sind? Darf man dann weiterhin brav 30 Franken mehr abliefern?

Eine weitere Überlegung: Wer mit dem Tablet nicht täglich ins Internet will, dem reicht vermutlich ohnehindas Angebot Take Away Basic mit Tagespauschale. Erst ab 12 Nutzungstagen ist Take Away max günstiger. In der XL-Version gar erst ab 20 Nutzungstagen.