Mobiles Surfen im Ausland: Sunrise teuer

Surfen mit dem Handy im Ausland war lange Zeit horrend teuer. Auch heute noch würde ich empfehlen, das Handy im Ausland nur im Notfall zum Surfen über das Mobilfunk-Netz zu benutzen oder aber eine SIM-Karte eines einheimischen Anbieters einzulegen. Doch immerhin bieten alle Anbieter seit einiger Zeit Optionen, die das Surfen ennet der Grenze für die Abokunden einigermassen bezahlbar machen.

Hier die Ausland-Surf-Angebote für Smartphone-Nutzer mit Abo der drei Anbieter

Bei der Swisscom können Abokunden die World Option Flex buchen. Eine einmalige Anmeldung reicht. Sie kostet 9 Franken pro Monat, wird jedoch nur verrechnet bei Gebrauch. In der Folge kostet dann das Surfen in der EU und Westeuropa 7 Franken pro Tag. Das Datenvolumen ist auf 10 MB limitiert. Ohne diese Option kostet die Nutzung ebenfalls 7 Franken täglich, enthalten sind jedoch nur 5 MB. Ist das Volumen aufgebraucht, wird ein neues Paket gelöst. Ein Vorteil: Nutzt man eine geringere Datenmenge, zahlt man auch weniger. Bis der Betrag des Tagespaketes erreicht ist, werden 30 Rp/30 kB verrechnet. Die Option ist nicht speziell für das Surfen, sondern allgemein für den Gebrauch des Handys im Ausland gedacht.

Orange dagegen hat spezielle Daten-Optionen für das Ausland lanciert. Orange rechnet bei der Option Travel Data Daily nach Nutzungstag ab. In Europa werden pro Nutzungstag 4 Franken verrechnet, inklusive sind jedoch nur 2 MB Datenvolumen. Jedes weitere MB kostet 2 Franken. 5 MB kämen also auf 10 Franken zu stehen und sind somit teurer als bei der Swisscom. Dafür wird die Option zumindest bei Mobile Me-Kunden automatisch aufgeschaltet und eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an. Bei einer höheren Nutzung kann der Kunde Travel Data Daily 10 MB oder gar 50 MB buchen für 10 bzw 25 Franken pro Tag buchen. Damit ist Orange bei höherem Datenverbrauch günstiger als die Swisscom. Möchte man mit der Swisscom-Option Flex an einem Tag 50 MB nutzen, kostet dies nach meinem Verständnis 44 Franken.

Bei Orange lassen sich auch Auslands-Datenpakete mit Monatsgebühren buchen (Travel Data). Für eine Monatsgebühr von 20 Franken gibt es 5 MB Datenvolumen. 50 MB kosten 100 Franken. Die Option Data Daily dürfte jedoch für die meisten Nutzer günstiger sein.

Sunrise kennt keine Abrechnung nach Tag, sondern nur nach Volumen. Mit der Option Global, die es für Abokunden für 9 Franken monatlich gibt, kostet das Surfen pro MB 4.40 Franken. 5 MB kämen somit bei Sunrise in Europa auf 22 Franken zu stehen – die Grundgebühr nicht mitgerechnet. Ohne Option kostet der Surfspass sogar 78 Franken.

Fazit:  Das Angebot von Sunrise ist noch viel zu teuer. Die Angebote von Orange und Swisscom sind etwas besser, wenn auch im Vergleich mit ausländischen Anbietern immer noch teuer. Die Deutsche Telekom zum Beispiel bietet ihren Kunden künftig Tagespakete mit 10 MB Daten für das Surfen im Ausland für 1.95 Euro an. 50 MB gibt es für 4.95 Euro. Und für 14,95 Euro gibt es eine Flatrate, die eine Woche gültig ist. Die kleine Einschränkung: Die Tarife gelten nur in Ländern, in denen die Telekom mit einer Tochtergesellschaft vertreten ist. Trotzdem, von solchen Tarifen können die Schweizer nur träumen.

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